Gesundheit Zusatzbeiträge für zwölf Millionen Versicherte

Berlin. Die angekündigten Zusatzbeiträge bei Krankenkassen werden schon bald mindestens zwölf Millionen Krankenversicherte treffen. Mittelfristig könnten sogar fast alle 51 Millionen zahlenden Kassen-Mitglieder betroffen sein, warnten die Krankenkassen.
22.01.2010, 16:36
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Berlin. Die angekündigten Zusatzbeiträge bei Krankenkassen werden schon bald mindestens zwölf Millionen Krankenversicherte treffen. Mittelfristig könnten sogar fast alle 51 Millionen zahlenden Kassen-Mitglieder betroffen sein, warnten die Krankenkassen.

Ihre Vertreter und Verbraucherschützer forderten die Bundesregierung zum Handeln auf. Zu den ersten Kassen, die Zusatzbeiträge zum gesetzlich festgelegten Satz von 14,9 Prozent erheben wollten, zählten die DAK mit 4,6 Millionen Mitgliedern und mehrere Betriebskrankenkassen, hieß es am Freitag (22. Januar) übereinstimmend in Kassenkreisen.

Im Schnitt seien in der gesamten gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) rechnerisch 6,5 Euro im Monat pro Mitglied nötig, teilte Thomas Ballast, Vorsitzender des Ersatzkassenverbands vdek, mit. «Zusatzbeiträge werden deshalb keine Einzelfälle sein.» Über kurz oder lang seien die meisten der 169 Kassen betroffen. Laut «Bild»-Zeitung wollen bis Sommer rund 30 Kassen die Prämien erheben. Dies wurde in der Branche als wahrscheinlich, aber noch nicht sicher bezeichnet.

«Vier Krankenkassen haben Zusatzbeiträge beantragt», sagte der Sprecher des Bundesversicherungsamts, Tobias Schmidt. «Wir erwarten noch weitere Anträge.» Die Prüfungen des Amts könnten ergeben, dass die beantragten Beiträge im Einzelfall nicht hoch genug oder zu hoch seien. Bis zum 29. Januar müsste die Kassen dem Amt ihre Haushaltspläne vorlegen. Am Montag (25. Januar) wollen rund ein Dutzend Kassen in Berlin zu dem Thema in die Öffentlichkeit gehen. (dpa)

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