Griechische Hoteliers freuen sich auf Saison „Wir haben neun Monate Achterbahnfahrt hinter uns“

Eine Verkaufsdirektorin und ein Hoteleigentümer sprechen über die Corona-Saison – und schauen hoffnungsvoll auf den Sommer
30.01.2021, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Marie-Chantal Tajdel

Eigentlich ist der Januar so gar kein Monat für Griechenland. Er ist verhältnismäßig kalt und windig, deshalb nutzen die Hoteliers die ersten Monate des Jahres meist, um ihre Häuser zu renovieren und Neuheiten zu installieren. In dieser Woche haben drei Häuser per Zoom-Videokonferenz aber ihre Türen geöffnet sowie darüber geredet, wie die vergangene Saison war und wie sie die kommende einschätzen.

„Wir haben Glück, dass der Lockdown uns im Winter trifft “, sagt Katina Papadomanolakis, Verkaufs- und Marketingdirektorin des Blue Palace Resort & Spa und des Designhotels Cretan Malia Park auf Kreta. Momentan werden beide Häuser renoviert, das Cretan Malia Park vor allem unter umweltfreundlichen Aspekten, denn das Hotel lege viel Wert auf Nachhaltigkeit und Regionalität. „95 Prozent der Produkte, die wir nutzen, kommen aus unserem eigenen biologischen Garten“, sagt Hoteldirektor Aris Skyvalakis. Andere Produkte kommen von Mitarbeitern, die fast alle aus der Region stammen. Die nachhaltige Ausrichtung komme vor allem bei Gästen aus dem deutschsprachigen Raum gut an. Diese Gäste sind auch in der vergangenen Saison weiter nach Griechenland gekommen. „Wir hatten eine sehr gute Saison“, sagt Katina Papadomanolakis.

Das bestätigt auch Wotan Paulus, Eigentümer der Neptune Hotels auf Kos. „Wir hatten vom ersten Tag an auf, aber es war auch eine schwierige Saison.“ Die 15 Hektar große Fläche des Hotels auf Kos und das Hygienekonzept seien dem Sicherheitsbedürfnis der Gäste entgegengekommen. Momentan werden zwei neue Außenterrassen für das Hauptrestaurant angelegt, damit die Gäste noch mehr Platz haben. Außerdem wird das Bewässerungssystem erneuert, um den Wasserverbrauch zu senken. Denn auch in den Neptune Hotels wird auf die Umwelt geachtet, und sie sind mit dem Travel Lite Programm für Nachhaltigkeit zertifiziert.

Auch das Blue Palace Resort & Spa, dass zur Mariott-Gruppe gehört und den Luxussektor bedient, achtet auf Nachhaltigkeit und Regionalität. Dort komme man dem Bedürfnis der Gäste nach Privatsphäre nach, denn die Anlage auf Kreta biete neben 50 Räumen viel Platz und ist wie ein Dorf aufgebaut, sagt Katina Papadomanolakis.

Der Hoteleigentümer und die Marketingexpertin sehen trotz Corona recht gelassen auf die kommende Saison. „Wir haben die erste Corona-Saison im Rücken und haben gesehen, dass es funktioniert“, sagt Wotan Paulus. „Wir haben neun Monate Achterbahnfahrt hinter uns, aber waren fokussiert, das hat geholfen“, sagt Katina Papadomanolakis. „Die Nachfrage für den Sommer ist da“, sagt sie. Vielleicht werde sich das Buchungsverhalten der Gäste langfristig verändern und flexibler werden, „aber der Drang nach Reisen ist da.“

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