Geliebte Tradition So wird das Osterfeuer sicher

Endlich wieder Osterfeuer! Damit es am Feuer nicht zu brenzligen Situationen kommt, sollten Sie diese Tipps beachten.
08.04.2022, 18:13
Lesedauer: 2 Min
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Von dpa

Wärmendes Feuer, Stockbrot, gute Gespräche: Nachdem die Osterfeuer in den vergangenen zwei Jahren größtenteils ausgefallen sind, wird die Tradition nun an vielen Orten wiederbelebt.

Damit das Osterfeuer für Menschen, Tiere und Gebäude nicht zur Gefahr wird, beachtet man am besten folgende Tipps des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV):

  • Vor dem Anzünden des Feuers schichten Sie das Brennmaterial am besten noch einmal um. So verhindern Sie, dass das Osterfeuer zur tödlichen Flammenfalle für Tiere wird, die dort Unterschlupf gesucht haben. Als Brennmaterial sollten Sie zudem nur trockene Pflanzenreste und unbehandeltes Holz nutzen.
  • Um Häuser und Bäume vor Rauch und Hitze zu schützen, sollte das Feuer mindestens 50 Meter davon entfernt sein. Zu Straßen hält man am besten einen Abstand von mindestens 100 Metern. Feuerwehr und Rettungsdienst sollten den Ort im Notfall gut erreichen können, rät der Deutsche Feuerwehrverband.
  • Strohballen haben als Sitzmöbel zwar besonderen Charme, können am Feuer aber richtig gefährlich werden. Allein die Hitzestrahlung könne das Stroh entzünden, warnt der Verband.
  • Kinder finden Feuer faszinierend. Umso wichtiger ist es, darauf aufzupassen, dass sie dem Feuer nicht zu nahe kommen. Kommt es zu kleineren Verbrennungen, kühlt man die am besten sofort unter Leitungswasser, wobei dessen Temperatur zwischen zehn und 20 Grad liegen sollte. Ist die Verbrennung großflächig oder haften Substanzen auf der Haut, sollten Sie sofort die 112 wählen.
  • Wer das Feuer veranstaltet, zum Beispiel im eigenen Garten, sollte die Feuerstelle erst dann verlassen, wenn sie vollständig erkaltet ist. Ratsam ist es, ein Auge darauf zu haben, dass es nach dem Ende des Osterfeuers nicht zu Funkenflug kommt.

Diese Versicherungen kommen bei Schäden auf

Wer zahlt für den Schaden, wenn doch einmal etwas schief geht? Vereine etwa, die öffentliche Osterfeuer veranstalten, sollten unbedingt prüfen, ob ihre Betriebs- oder Veranstalterhaftpflichtversicherung das Entfachen des Feuers abdeckt, sagt Ingo Aulbach vom Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute. „Schließlich können durch unvorhergesehene Ereignisse, wie eine plötzliche Windböe oder zu neugierige Zuschauer, hohe Personen- und Sachschäden entstehen.“

Werden Privatpersonen geschädigt, zum Beispiel durch Sengschäden an der Kleidung, ist die eigene Hausratversicherung zuständig. Aulbach zufolge deckten neuere Policen Brandlöcher bis zu 500 Euro ab, wenn der Zusatz Sengschäden vereinbart ist. Werden das eigene Haus oder festeingebaute Markisen in Mitleidenschaft gezogen, ersetzt die eigene Gebäudeversicherung den Schaden in Höhe der Reparatur oder des Neuwerts.

Wenn Personen verletzt werden

Bei Verletzungen am eigenen Körper kann die private Unfallversicherung helfen. Sie beinhalte viele Hilfen bei dauerhafter Beeinträchtigung, bis hin zu Invaliditätsleistungen, so Aulbach. „Allerdings darf beim Unfall kein Alkoholkonsum im Spiel gewesen sein. Denn Unfallversicherungen werden dann bei ihrer Leistungszusage sehr pingelig“, sagt der Experte.

Damit Verbraucherinnen und Verbraucher nicht auf den Kosten der Schäden sitzen bleiben, ist es in jedem Fall wichtig, die Schäden zügig der zuständigen Versicherung zu melden.

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