Alternative zur Gasheizung Wärmepumpe - Wichtige Informationen im Überblick

Aktuell können sich Verbraucher vor steigenden Preisen kaum retten. Vor allem die hohen Gaskosten bereiten Menschen Sorgen. Eine Alternative für Hauseigentümer ist die Installation einer Wärmepumpe.
13.09.2022, 16:49
Lesedauer: 4 Min
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Von Melanie Holz | Content Marketing Autorin
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Durch diese nachhaltige Heiztechnik muss auch in kalten Wintermonaten nicht auf eine warme Wohnung verzichtet werden und Hausbesitzer können den ansteigenden Gaspreisen entgehen.

Wie funktioniert eine Wärmepumpe?

Eine Wärmepumpe nimmt sich Energie aus der Umwelt und gibt diese an eine Wohnung oder an ein Haus ab. Insgesamt gibt es drei verschiedene Arten von Wärmepumpen: Die Pumpe nimmt sich Wärme aus der Erde, aus der Luft oder aus dem Grundwasser. Vereinfacht formuliert wird diese Energie nutzbar gemacht und diese gewonnene Energie wird meist durch Wasser (Wasser nimmt Wärme auf) an die Heizkörper verteilt – das eigene Zuhause wird erwärmt.

Wie effizient ist eine Wärmepumpe?

Die Effizienz einer Wärmepumpe hängt von der sogenannten Jahresarbeitszahl des Geräts ab. Denn diese Zahl informiert, wie viele Einheiten Wärme die Heizung durch die eingesetzte Energie gewinnt. Je höher die Jahresarbeitszahl ist, desto effizienter ist auch die Wärmepumpe. Wenn das Gerät über eine Jahresarbeitszahl zwischen 3 und 5 verfügt, ist dies für die Effizienz am besten. Es ist festzustellen, dass Pumpen, die sich die Wärme aus dem Grundwasser nehmen, am effektivsten arbeiten. Luftwärmepumpen sind am ineffizientesten. Trotzdem hängt die genaue Effizienz von verschiedenen Faktoren ab. Damit sich eine Wärmepumpe lohnt, sollte vor der Installation genau geprüft werden, welche Art von Wärmepumpe am besten für die individuellen Bedürfnisse des Hauses und den Wärmeverbrauch geeignet ist.

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Voraussetzungen zur Installation

Für eine bestmögliche Effizienz sollten bestimmte Grundvoraussetzungen erfüllt sein. Wichtig ist vor allem, dass das zu erwärmende Haus eine gute Isolierung vorweist: Dazu zählen neben einer ausreichenden Dämmung auch moderne Fenster. Besonders bei Altbauten ist dies meist nicht gegeben, sodass dies zu erheblichen Nachteilen führen kann – zu viel Wärme geht ungenutzt verloren.

Außerdem ist es für die Effizienz wichtig, dass das Haus über besonders große Heizkörper verfügt. Dazu zählen zum Beispiel Fußbodenheizungen, oder auch Wandheizungen. Denn dann muss die Wärmepumpe das Wasser nur gering erwärmen, um trotzdem einen größtmöglichen Effekt zu erzielen. Eine nachträgliche Dämmung sowie die Installation von modernen Fenstern und großflächigen Heizkörpern kann natürlich stattfinden, dies ist jedoch mit weiteren Kosten verbunden.

Weiterhin ist es wichtig zu wissen, dass für bestimmte Arten von Wärmepumpen Genehmigungen einzuholen sind. Vor allem bei solchen, die ihre Wärme aus dem Grundwasser oder dem Erdreich nehmen, gelten bestimmte Vorschriften.

Zudem muss für die Wärmepumpe ein eigener Stromzähler installiert werden, damit der Stromverbrauch für die Heizung korrekt ermittelt werden kann. In diesem Zuge muss auch die eigene Wärmepumpe beim örtlichen Stromnetzbetreiber angemeldet werden, um einen Heizstromtarif zu nutzen.

Kosten

Grundsätzlich gilt, dass die Kosten zur Anschaffung einer Wärmepumpe vom Bund über die Bundesförderung für effiziente Gebäude gefördert werden. Dies gilt jedoch nur für Wärmepumpen, die eine bestimmte Effizienz aufweisen können. Der Antrag für die Förderung muss vor der eigentlichen Installation der Wärmepumpe gestellt werden. Erst nach erfolgreicher Bestätigung sollte eine Wärmepumpe eingebaut werden.

Die konkreten Kosten der Wärmepumpe hängen immer von verschiedenen Faktoren ab, die folgenden Beispiele können jedoch Aufschluss darüber geben, in welchem Preisbereich sich die einzelnen Wärmepumpen befinden:

  • Luftwärmepumpe: Ca. 20.000 Euro bis 25.000 Euro
  • Erdwärmepumpe: Ca. 15.000 Euro bis 25.000 – Die größten Kosten verursachen hier die Erschließungskosten unter der Erde
  • Grundwasserwärmepumpe: Ca. 25.000 Euro bis 35.000 Euro – Auch hier verursachen die größten Kosten die Erschließungskosten

Neben der reinen Installation sollten jedoch auch die Wartungskosten nicht außer Acht gelassen werden. Jedes Jahr sollte die eingebaute Wärmepumpe mit all ihren Bestandteilen fachmännisch überprüft werden – mit mindestens 100 Euro Wartungskosten sollten Hausbesitzer hier pro Jahr rechnen.

Vorteile

Besonders hervorzuheben ist die Tatsache, dass eine Wärmepumpe zu niedrigen Heizkosten führen kann. Hausbesitzer sind nicht mehr von steigenden Gaspreisen abhängig und können energieeffizient für Wärme in ihrem eigenen Haus sorgen.

Außerdem gelten Wärmepumpen als eine nachhaltige Form des Heizens – Inwieweit diese klimafreundlich ist, hängt jedoch immer von verschiedenen Faktoren ab. Im Hinblick auf den Klimawandel ist eine Wärmepumpe jedoch äußerst interessant, um erneuerbare Energie zu nutzen.

Nachteile

Trotz dessen, dass Wärmepumpen nachhaltig sein können, benötigen sie hohe Mengen an Strom. Gerade deshalb sollte bei der Installation darauf geachtet werden, dass sie mit möglichst wenig Strom möglichst viel Wärme gewinnen. Hausbesitzer, die hier auf Nachhaltigkeit setzen möchte, sollten auf Ökostromtarife oder aus Strom aus erneuerbaren Energien (Strom aus Wind- oder Sonnenkraft) zurückgreifen.

Außerdem ist hervorzuheben, dass Interessierte bei Luftwärmepumpen auf die Lautstärke achten sollten, da die Ventilatoren einen enormen Geräuschpegel erzeugen können. Bei Erd- oder Grundwasserwärmepumpen besteht diese Gefahr nicht.

Die hohen Anschaffungskosten einer Wärmepumpe kann viele Hausbesitzer vor einer Installation abschrecken. Jedoch ist hier immer der Kosten-Nutzen-Faktor zu beachten. Denn trotz der anfänglichen hohen Kosten, können sich die Heizungskosten dauerhaft vergünstigen.

Im Überblick

  • Grundvoraussetzungen für die Installation sollten erfüllt sein
  • Über die Energieeffizienz der Wärmepumpe informieren
  • Förderantrag vor der Installation einer Wärmepumpe beantragen
  • Kosten sollten im Blick gehalten werden

Info

Dieser Artikel wurde durch das Content Marketing-Team des Weser-Kuriers erstellt.

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