Kalte Jahreszeit In Bremen droht Dauerfrost: Zehn Tipps für Haus, Garten und Auto

Wie heize ich am besten? Worauf muss ich bei der Gartenpflege achten? Und wie bleibe ich bei Autofahrten unfallfrei? Wir haben die besten Tipps für den kalte Jahreszeit zusammengestellt.
09.12.2022, 12:56
Lesedauer: 6 Min
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Von dpa/kna/hsc
Inhaltsverzeichnis

In den kommenden Tagen wird es kalt in Deutschland, auch in Bremen und umzu muss man mit tagelangem Dauerfrost und Maximaltemperaturen rund um den Gefrierpunkt rechnen. Eine Wetterlage, auf die man sich einstellen sollte. Doch wie bereite ich mein Haus, meinen Garten und mein Auto darauf vor? Der WESER-KURIER hat die besten Tipps für den Einbruch der kalten Jahreszeit zusammengestellt.

1. Dach kontrollieren und säubern

Frühjahrsstürme können Schäden an der Dachdeckung verursacht haben, die im Sommer unentdeckt blieben. Möglicherweise haben sich Dachziegel verschoben, sodass kleine Öffnungen entstanden sind, warnt die Eigentümer-Schutzgemeinschaft Haus & Grund in Berlin. Das kann bei heftigen Niederschlägen im Herbst zu Problemen führen. Außerdem könnte eindringendes Wasser im Winter zu Frostschäden führen. Die Experten empfehlen, Dächer im Herbst gegebenenfalls durch einen Fachmann in Augenschein nehmen zu lassen.

Wenn die meisten Bäume im Garten ihre Blätter verloren haben, ist es zudem an der Zeit, die Dachrinnen zu säubern, damit Wasser ungehindert abfließen kann und sich im Winter nicht staut. Sonst könnte es Frostschäden geben.

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2. Wasserhähne leeren und Holz ölen

"Bevor der erste Frost kommt, müssen alle Wasserhähne im Außenbereich entleert und somit frostsicher gemacht werden", sagt Michael Pommer von der DIY-Academy in Köln. Dazu werden die im Haus liegenden Absperrhähne für die Außenwasserleitungen geschlossen. Anschließend öffnet man den Außenhahn und lässt das in der Leitung befindliche Wasser ablaufen.

Gibt es im Garten ein Holzdeck oder eine Terrasse mit Holzbelag, ist auch hier vor den Wintermonaten eine Reinigung angebracht. In der Regel reichen dazu Wasser und Schrubber aus. Wer dennoch zum Hochdruckreiniger greift, sollte die Düse mindestens 60 Zentimeter vom Holz entfernt halten, rät ein Experte. Sonst könnte der hohe Wasserdruck das Holz beschädigen. Um die Holzoberfläche zu schützen, sollte sie anschließend eingeölt werden.

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3. Wege säubern

Im Herbst sind auch die Wege um das Haus zu pflegen. "Wege, die am Haus häufig benutzt werden – also zur Haustür, zur Garage sowie zur Mülltonne oder zum Kompost –, sollten von Laub und Moos befreit werden", rät Susanne Woelk von der Aktion Das Sichere Haus in Hamburg. Das bannt die Rutschgefahr und bewahrt Hausbesitzer vor rechtlichem Ärger. Denn ihre Verkehrssicherungspflicht beschränkt sich nicht nur auf das Schneeräumen im Winter.

4. Der richtige Umgang mit dem Kamin und weitere Heiztipps

Wer angesichts hoher Energiepreise mit einem Ofen oder offenen Kamin heizen will, sollte das umweltschonend tun. Das rät der Verbraucher-Service Bayern (VSB). "Öfen produzieren große Mengen an Ruß und Feinstaub", erklärt VSB-Fachmann Bernd Brendel. "Sie sind vielerorts problematischer als der Straßenverkehr." Sein wichtigster Tipp: Feuerstätte vom Schornsteinfeger prüfen lassen. Das sei bei einigen Zehntausend Öfen noch nicht geschehen und erhöhe das Risiko für Brände sowie Rauchgasvergiftungen. 

Verfeuert werden sollte nur gut getrocknetes Stückholz, so der VSB. "Zeitungen gehören ins Altpapier und Joghurtbecher in den Gelben Sack, alte Fensterrahmen und Spanplatten auf Deponien." Frische Holzscheite sollten an gut belüfteten Orten zwei Jahre trocknen. Sonst erzeugten sie weniger nutzbare Wärme. "Ein Baum, der am Jahresanfang gefällt wurde, hat im kommenden Winter nichts im Ofen zu suchen." Der VSB erklärt auch, wie man einen Ofen richtig anfeuert: Scheite sorgfältig schichten, mit wachsgetränkter Holzwolle von oben anzünden, keine Scheite nachlegen.

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Ferner gibt es einen Kniff, mit dem man auf gleich zwei Weisen Energiekosten sparen kann. Denn Kühl- und Gefriergeräte laufen kostengünstiger, wenn ihre Umgebungstemperatur kühl ist. Konkret heißt das: Senkt man die Raumtemperatur beim Heizen im Winter um nur ein Grad - zum Beispiel von 21 auf 20 Grad - sinkt auch der Stromverbrauch der Haushaltsgeräte. Bei Kühlgeräten um etwa sechs Prozent und bei Gefriergeräten um drei Prozent. Darauf weist die Hersteller-Initiative Hausgeräte+ hin.

Und das war noch nicht alles: Mit diesem Grad weniger bei der Raumtemperatur senkt man auch noch die Heizkosten im Schnitt um rund sechs Prozent, so die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen.

5. Laub entfernen

Jede Menge Laub fällt jetzt an und das ist nicht nur auf Thema auf dem Rasen. Die Dachrinne sollte gründlich gereinigt werden, damit herabfallendes Laub keine Verstopfung verursacht. Und die sogenannte Verkehrssicherungspflicht gilt nicht nur bei Schnee und Eis: Feuchtes Laub, auf dem Passanten ausrutschen könnten, muss regelmäßig von den angrenzenden Gehwegen entfernt werden. Auch der Rasen mag es lieber laubfrei, sonst drohen Fäulnis und Krankheiten. Und über den Gartenteich kommt ein Laubschutznetz, wenn Bäume in der Nähe stehen.

6. Regentonne und Gartengeräte frostsicher machen

Wer Regenwasser für den Garten in einer Regentonne sammelt, sollte diese jetzt frostsicher machen. Die Regentonne wird geleert, denn gefrorenes Regenwasser kann die Tonne sonst zum Platzen bringen. Danach überwintert der Tank an einem geschützten Ort. Jetzt ist auch der richtige Zeitpunkt, um die Gartenmöbel zu reinigen und zu pflegen. Das Gleiche gilt für Gartengeräte und Werkzeuge. Sie alle werden danach ins Winterquartier geräumt. Auch nicht vergessen: Die Wasserleitungen nach draußen abstellen.

7. Pflanzen vor Frost schützen

Alle Pflanzen, die nicht winterhart sind, sollten jetzt einen Winterschutz erhalten. Dazu eignen sich Gartenvlies, Reisig, Laub oder auch Noppenfolie bei Kübelpflanzen. Auch der Gemüsegarten möchte Aufmerksamkeit.

Wer ein Kräuterbeet hat, kann jetzt noch einmal großzügig ernten und die Kräuter dann trocknen, einfrieren oder in Öl konservieren. Empfindliche Kräuter ziehen auf die Fensterbank oder in den Wintergarten um. Auch der Herbstschnitt für Bäume, Hecken und Sträucher steht jetzt noch an. Danach können Garten und Grundstück gepflegt überwintern.

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8. Winterreifen aufziehen

Die Faustregel lautet „von O bis O“ – das heißt: Von Oktober bis Ostern sollte Ihr Fahrzeug mit Winterreifen fahren. Davon abgesehen kann sich aber auch nach der Temperatur gerichtet werden: Fällt diese dauerhaft unter sieben Grad, ist es höchste Zeit für Winterreifen. Der Reifendruck kann sich bei Temperaturschwankungen verändern, weshalb Sie ihn vor allem im Winter regelmäßig überprüfen und eventuell Luft nachfüllen sollten.

9. Die richtige Auto-Ausstattung

Zur Grundausstattung für den Winter zählen darüber hinaus die vielen kleinen Helfer, die jetzt in keinem Auto mehr fehlen sollten. „Eiskratzer, Handbesen und eine warme Decke sollten immer an Bord sein, um bei Frost und überraschend einsetzendem Schneefall gewappnet zu sein“, sagt Sören Heinze. Wer eine vereiste Frontscheibe verhindern will, muss abends mit einer Thermoabdeckung vorbeugen. Die Alternative kommt aus der Dose: „Ein Enteisungsspray hilft besonders gegen hartnäckige Eisschichten und gegen eingefrorene Scheibenwischer“, so Stroh. Hat man es morgens eilig, empfiehlt sich die Kombination aus Enteisungsspray zur Vorbehandlung und anschließendem Kratzen mit einem Eiskratzer.

10. Batterie prüfen und Scheibenwischer säubern

Sinkende Temperaturen belasten auch die Fahrzeugbatterie, die dann schnell an Kapazität verlieren kann. Bleibt das Auto einige Tage unbewegt in der Kälte stehen, verweigert die Batterie gerne ihren Dienst. Kleine Batterieladegeräte sind dann gute Helfer. Für eine schnelle Starthilfe empfehle sich für den Winter zudem das Mitführen eines Überbrückungskabels im Kofferraum.

Freie Sicht ist im Straßenverkehr das A und O. Veraltete Wischerblätter hinterlassen allerdings oft Schlieren auf den Scheiben. Achten Sie deshalb auf eine gute Pflege und den rechtzeitigen Wechsel. Mit den folgenden Tipps halten Ihre Scheibenwischer länger: Front- und Heckscheibe regelmäßig putzen (ggf. mit Glasreiniger); Scheibenwasserkonzentrat nur in der angegebenen Konzentration verwenden (nicht unverdünnt!); Stark verschmutzte Wischerblätter mit feuchtem Tuch abwischen und nach einer Autowäsche mit Wachsprogramm die Wachsreste von der Frontscheibe und den Scheibenwischern entfernen.

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Das Auto winterfest machen ist nicht für jeden ein Klacks: Für den ein oder anderen oder um komplett sicherzugehen, bietet es sich an, einen kurzen Wintercheck in der Werkstatt Ihres Vertrauens durchführen zu lassen. Dabei wird vom Profi überprüft, ob das Fahrzeug den Witterungsbedingungen im Winter standhalten kann. Neben den oben genannten werden zusätzlich Dinge wie Beleuchtung, Bremsflüssigkeit, Motoröl und noch einige mehr gecheckt. Die Kosten halten sich dafür meist in Grenzen.

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