Bremer Institut entwickelt neuartige Schweißverfahren / Veranstaltung „Wirtschaft tritt Wissenschaft“

Laser verbessert Ökobilanz beim Fliegen

Bremen (wk). Laserschweißen ist eine Wissenschaft für sich. Das erfuhren die Teilnehmer der Veranstaltungsreihe „Wirtschaft trifft Wissenschaft“, die seit 1996 von der Handelskammer Bremen in Kooperation mit der Oldenburgischen IHK ausgerichtet wird.
17.02.2014, 00:00
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Von WESER-KURIER

Laserschweißen ist eine Wissenschaft für sich. Das erfuhren die Teilnehmer der Veranstaltungsreihe „Wirtschaft trifft Wissenschaft“, die seit 1996 von der Handelskammer Bremen in Kooperation mit der Oldenburgischen IHK ausgerichtet wird. Rund 20 Unternehmensvertreter und Selbstständige informierten sich kürzlich beim Bremer Institut für angewandte Strahltechnik (BIAS) über neue Möglichkeiten des Laserschweißens.

Dabei erfuhren sie unter anderem, dass ein handelsüblicher Laserpointer gerade mal eine Leistung von 0,003 Watt hat . Die Laserschweißanlage des BIAS ist mit 8000 Watt im Vergleich dazu 2,7 Millionen Mal stärker. Das BIAS hat nach Angaben von Geschäftsführer Frank Vollertsen ein Verfahren zum Laserschweißen neuartiger Flügelstrukturen für den Flugzeugbau entwickelt. Ziel sei eine Treibstoffersparnis von zehn Prozent. „Damit würde die Ökobilanz des Fliegens immens verbessert“, sagte Vollertsen. Bei BIAS sind rund 110 Mitarbeiter beschäftigt, darunter auch 30 Studierende.

An einer weiteren Station wurde den Besuchern demonstriert, dass sich Metalle nicht nur durch Schweißen oder Kleben verbinden lassen, sondern auch mittels eines speziellen Umformprozesses. In der sogenannten Laserschock-Umformanlage wurde eine dünne Stahl- mit einer Aluminiumfolie mit einem neuartigen, am BIAS entwickelten Verfahren, „gefügt“, wie Fachleute sagen. Also ohne weitere Hilfsmittel fest miteinander verbunden.

Einsatzmöglichkeiten finden sich nach Vollerstens Angaben in verschiedensten mikrotechnischen Anwendungen wie beispielsweise in den Membranen von Kopfhörern, in Mobiltelefonen oder als Medikamentenverpackung.

Die beiden kommenden Termine der Veranstaltungsreihe finden bei der Jade Hochschule und der Jacobs University Bremen statt. „Für diese beiden Veranstaltungen haben wir den Fokus auf die Forschung in Hochschulen gelegt“, erklärte Dennis Stockinger, Referent für Innovation bei der Handelskammer Bremen.

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