Bremen Lohse fordert Verbot von Fracking

Bremen (wig). Bremen setzt sich im Bundesrat dafür ein, dass ein Gesetz abgelehnt wird, das beispielsweise eine Ölförderung nach dem Fracking-Verfahren erlaubt. Dies hat der grüne Umweltsenator Joachim Lohse betont, der „ein Verbot dieser Technologie“ fordert.
03.05.2015, 00:00
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Lohse fordert Verbot von Fracking
Von Wigbert Gerling

Bremen setzt sich im Bundesrat dafür ein, dass ein Gesetz abgelehnt wird, das beispielsweise eine Ölförderung nach dem Fracking-Verfahren erlaubt. Dies hat der grüne Umweltsenator Joachim Lohse betont, der „ein Verbot dieser Technologie“ fordert. Beim Fracking, abgeleitet aus dem Englischen „fracture“ für „aufbrechen“, kann Wasser mit Chemikalien unter hohem Druck in tieferen Erdschichten geleitet werden, um dort Risse zu erzeugen, die Bohrungen möglich machen. Aus Sicht Lohses ist dies „nicht verantwortbar“. Das Fracking gefährde das Grundwasser und die Trinkwasserversorgung: „Das betrifft gerade Bremen, da wir große Mengen unseres Trinkwassers aus dem niedersächsischen Umland beziehen“. Der Ressortchef verwies auf die hansestädtische Lebensmittel- und Getränkeindustrie, die auf einwandfreies Wasser angewiesen sei, „das über jeden Zweifel erhaben ist“. Sollte ein Fracking-Verbot nicht durchsetzbar sein, müssten auf jeden Fall strenge Auflagen rechtlich verankert werden.

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