Nahrung für Schmetterlinge

Dass Schmetterlinge für Gärten nicht nur aus optischen Gründen eine große Bereicherung sind, steht außer Frage. Die Insekten spielen als Bestäuber im Naturhaushalt eine wichtige Rolle.
02.06.2017, 00:00
Lesedauer: 1 Min
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Von dpa

Dass Schmetterlinge für Gärten nicht nur aus optischen Gründen eine große Bereicherung sind, steht außer Frage. Die Insekten spielen als Bestäuber im Naturhaushalt eine wichtige Rolle. Oft fehlt es Schmetterlingen in Gärten jedoch an geeigneter Nahrung. Den Hintergrund erläutert der Insektenkundler Werner Schulze von der Bundesarbeitsgruppe Schmetterlinge im Naturschutzbund Deutschland so: „Die meisten Pflanzen sind hochgezüchtet und haben gefüllte Blüten. Da kommen Schmetterlinge nicht an den Nektar.“ Von gefüllt ist die Rede, wenn auf züchterischem Wege die Anzahl von Blütenblättern erhöht wurde. Zu den Folgen gehört, dass die Staubblätter in der Blüte nicht mehr so leicht zugänglich oder sogar zurückgebildet sind. Wer Schmetterlinge in seinem Garten sehen möchte, ist gut beraten, auf einheimische Pflanzen mit ungefüllten Blüten zu setzen. Kräuterbeete, Schmetterlingshecken und Wiesen bieten laut Schulze das passende Milieu für alle Entwicklungsstufen von Faltern. Der Faulbaum sei eine Pflanze, die für mehrere Schmetterlingsarten besonders interessant sei. Zitronenfalter und Faulbaum-Bläuling ernährten sich von seinem Nektar. Der Schlehdorn dient den Angaben des Experten zufolge unter anderem dem Tagpfauenauge als Nektarquelle. Von seinen Blättern ernährten sich zudem die Raupen mehrerer Spannerarten. Doldenblütler wie Dill und Möhre wiederum bieten nicht zuletzt dem Schwalbenschwanz Nahrung, wie Schulze erläutert. Die Brennnessel gilt vielen Menschen als Unkraut, ist aber für Tiere wichtig. Die Raupen von Schmetterlingsarten wie dem Admiral, dem Tagpfauenauge und dem Kleinen Fuchs finden dort Nahrung. Den Nektar von Pflanzen der als Dost bezeichneten Gattung, zu der auch der Majoran gehört, trinken nach den Worten des Insektenkundlers Weißlinge, Tagpfauenaugen und Schmetterlinge der Arten Ochsenauge und Schornsteinfeger. Den Raupen einiger Nachtfalter dienten die Pflanzen zudem als Futterpflanzen. Die Schleifenblume wiederum sei für mehrere Bläulingsarten und den Karstweißling Nahrung und ein Ort zur Eiablage.

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