Astronauten bleiben bis September

Neue Besatzung für Raumstation

Baikonur. Die neue Langzeitbesatzung der Internationalen Raumstation (ISS) ist am Sonnabend nach sicherem Flug auf dem Außenposten der Menschheit im All eingetroffen. Die russischen Raumfahrer Alexej Owtschinin und Oleg Skripotschka sowie der Astronaut Jeffrey Williams von der US-Weltraumbehörde (NASA) sollen bis September auf der ISS arbeiten.
20.03.2016, 00:00
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Die neue Langzeitbesatzung der Internationalen Raumstation (ISS) ist am Sonnabend nach sicherem Flug auf dem Außenposten der Menschheit im All eingetroffen. Die russischen Raumfahrer Alexej Owtschinin und Oleg Skripotschka sowie der Astronaut Jeffrey Williams von der US-Weltraumbehörde (NASA) sollen bis September auf der ISS arbeiten.

In einer Sojus-Rakete waren sie um 2.26 Uhr Ortszeit (Freitag 22.26 Uhr MEZ) vom Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan gestartet. Dann folgten sechs Stunden Flug und ein problemloses Andocken in einer Höhe von etwa 400 Kilometern über der Erde.

„Das Manöver verlief wie geplant zur vorgesehenen Zeit“, sagte ein Sprecher der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos der Agentur Tass. Wenig später öffneten die Raumfahrer die Luken und schwebten hinüber in die Raumstation. Sie wurden von ihren Kollegen Tim Kopra (USA), Tim Peake (Großbritannien) und Juri Malentschenko (Russland) begrüßt.

Als Talisman für den Flug hatte Owtschinin, der zum ersten Mal ins All flog, eine kleine rosa Eule in der engen Sojus-Kapsel aufgehängt, wie Videoaufnahmen zeigen. Das Plüschtier zitterte, als die Raketentriebwerke zündeten. Der Neue durfte auch den Codenamen der neuen Besatzung wählen. Owtschinin kam dabei wegen seiner Heimatstadt Rybinsk an der Wolga auf „Burlaki“ (Wolgatreidler).

Für Skripotschka ist es der zweite Aufenthalt im All, für Williams bereits der vierte. Er wird im September als der US-Amerikaner auf die Erde zurückkehren, der bislang die meisten Tage im All verbracht hat. Auf dem Programm der neuen Besatzung stehen nach NASA-Angaben mehrere Hundert wissenschaftliche Experimente. Für die Raumkapseln der altgedienten Baureihe Sojus TMA-M war es der 20. und letzte Flug; sie werden durch eine neue Generation ersetzt: Sojus MS.

Die Internationale Raumstation ist der größte künstliche Satellit. Sie umkreist die Erde in einer Höhe von etwa 400 Kilometern, hat eine Spannweite von mehr als 100 Metern und eine Masse von mehreren Hundert Tonnen. Seit Ende des Jahres 2000 ist die Station bewohnt. An dem Projekt sind zahlreiche Länder beteiligt, darunter neben den USA, Russland, Kanada und Japan eine Reihe europäischer Länder.

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