DRK versorgt Patienten ab sofort vom Rettungszentrum aus

Neuer Verbandplatz

Rund 80 Helfer des Deutschen Roten Kreuzes kümmern sich während und nach dem Faschingsumzug um das Wohl der Besucher. Neben Alkohol sind vor allem Schnittverletzungen das Problem.
13.02.2015, 00:00
Lesedauer: 2 Min
Zur Merkliste
Neuer Verbandplatz
Von Jochen Brünner
Neuer Verbandplatz

Auch die DRK-Helfer hoffen auf ein entspanntes Faschings-Wochenende. Insgesamt werden beim Umzug und danach rund 80 Rettungskräfte im Einsatz sein.

Nils Hartung

Rund 80 Helfer des Deutschen Roten Kreuzes kümmern sich während und nach dem Faschingsumzug um das Wohl der Besucher. Neben Alkohol sind vor allem Schnittverletzungen das Problem.

Auch die Sanitätsbereitschaft des DRK-Ortsvereins Ganderkesee hat sich wie immer akribisch auf das Faschings-Wochenende vorbereitet. Das Material wird gecheckt, die Rucksäcke werden aufgefüllt und die Fahrzeuge noch einmal gründlich desinfiziert.

Wichtig: In diesem Jahr ändert sich der Standort des Behandlungsplatzes. Die Patienten werden am Umzugstag, 14. Februar, nun direkt in den Räumen des DRK am neu entstandenen Rettungszentrum an der Urneburger Straße versorgt. Am bisherigen Standort an der Pestalozzistraße, wo das DRK in den vergangenen 15 Jahren stationiert war, wird kein Verbandplatz mehr zu finden sein.

„Das ist für uns logistisch viel einfacher, und wir haben an der Urneburger Straße auch eine bessere Infrastruktur“, sagt Gerrit Bakenhus vom DRK. Ein weiterer DRK-Container an der Raiffeisenstraße ist ebenfalls dauerhaft mit Rettungskräften besetzt.

Nicht neu ist die Mannschaftsstärke, mit der die DRK-Helfer vor Ort bereitstehen, um die Versorgung der Faschingsgäste sicherzustellen: So werden insgesamt wieder rund 80 rund um den Umzugstag im Einsatz sein. So werden acht Rettungs- und Krankenwagen, neun Fußgruppen, zwei Fahrradstreifen innerhalb des abgesperrten Bereichs, drei Notärzte am Ring sowie zwei zusätzliche Ärzte auf dem Behandlungsplatz dafür sorgen, dass im Verletzungsfall eine schnelle Erste Hilfe gewährleistet ist. Bakenhus hofft, dass sich der Trend der vergangenen Jahre – etwa ein Einsatz pro Einsatzkraft – auch in diesem Jahr fortsetzt. Denn das sei angesichts der Masse der Menschen, die beim Fasching in Ganderkesee zusammenkommen, nicht viel.

Die Rettungskräfte haben erfahrungsgemäß in erster Linie Narren zu behandeln, die dem Alkohol übermäßig zugesprochen haben, oder die Schnittverletzungen davon getragen haben. „Das hält sich in etwa die Waage“, sagt Bakenhus. Deshalb hätte das DRK auch Ärzte vor Ort, die Schnittwunden nähen könnten. „Nur wenn die Schnittverletzungen besonders sensible Bereiche betreffen, etwa das Gesicht, dann sollten die Wunden doch lieber im Krankenhaus versorgt werden“, meint der DRK-Sprecher. Erfreulich sei, dass die Fälle des übermäßigen Alkoholkonsums bei Minderjährigen in den vergangenen Jahren deutlich zurückgegangen sei.

Die Helfer sorgen dabei neben der medizinischen Versorgung der Umzugsbesucher auch für die Verpflegung der Einsatzkräfte, den Auf- und Abbau des Verbandplatzes oder sind in der Einsatzleitung aktiv. Die Ortsgruppe Ganderkesee wird dabei von zahlreichen anderen Bereitschaften des DRK und anderen Hilfsorganisationen mit Personal und Material unterstützt.

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+