„Immer hin und her“: Schon seit über 100 Jahren besuchen Ausflügler den Stüher Wald und den Gasthof Witte Immer Beim Spargelball beschwingt ins Pfingstfest hineintanzen

Wer nicht weiß, wohin die der Familienausflug zu Pfingsten führen soll, sollte einenAbstecher in das Örtchen Immer machen. Schon im 19.
30.05.2014, 00:00
Lesedauer: 2 Min
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Wer nicht weiß, wohin die

der Familienausflug zu Pfingsten führen soll, sollte einen

Abstecher in das Örtchen Immer machen. Schon im 19. Jahrhundert fuhren Delmenhorster und Bremer mit der neu eingerichteten Bahnlinie in das Dorf und den nahe gelegenen Stüher Wald, getreu dem Motto „Immer hin und her“. Direkt gegenüber des Bahnhofes wurde der Gasthof Witte Immer errichtet, der noch heute – 116 Jahre später – mit gutbürgerlicher Küche und einem Spargelbüfett zur Einkehr einlädt.

Ausflügler finden nicht nur Ruhe im Naherholungsgebiet Stüher Wald, sondern auch schmackhafte, gutbürgerliche Gerichte im Gasthof Witte Immer. „Zur Spargelsaison bieten wir jeden Sonntag unser Spargelbüfett an“, sagt der Küchenchef und Betreiber des Gast-

hofes, Thorsten Aulike. Das bedeutet: Spargel satt. Das beliebte Königsgemüse wird im Gasthof klassisch angerichtet. Zu den weißen Stangen werden Buttersauce oder Sauce Hollandaise sowie Schweine- oder Hähnchenschnitzel und Lachs gereicht. Dass ebenso Vorsuppen und Dessertvariationen

dazugehören, versteht sich von selbst. Der Spargel stammt vom nahe gelegenen Kartoffelhof Schwarting aus Thienfelde und kommt stets frisch vom Feld.

Zu den anstehenden Feier-

tagen ist der Gasthof natürlich ein lohnendes Ausflugsziel. Am Sonnabend, 7. Juni, können

Anwohner und Ausflügler auf dem Spargelball ins Pfingstfest hineinfeiern. Ab 19 Uhr gibt es neben dem großen Spargel-

büfett Musik und Tanz mit den DJs Die Zwei. Wenn das Wetter es zulässt, wird der Küchenchef auch den Biergarten vor dem Haus öffnen.

Küchenchef Thorsten Aulike, der unter anderem im Bremer Ratskeller sein Handwerk lernte, betreibt den Gasthof im Ganderkeseer Ortsteil Immer gemeinsam mit Vater Fritz und dessen Partnerin. Vor 23 Jahren übernahm die Familie das Haus, das mit Gaststube, Saal und zwei Clubräumen viel Platz auch für größere Festlichkeiten wie Firmenjubiläen oder Kohlfahrten bietet. Sogar plattdeutsche Theateraufführungen finden dort statt.

Der Gasthof mit zwei Bundes-Doppelkegelbahnen bildet ein Zentrum des Dorflebens. Aulike ist Vereinswirt des Schützen-vereins Bürstel-Immer e. V., der im angeschlossenen Schützenhaus und auf der Schießsport-anlage sein Vereinsleben pflegt. Der Turn- und Sportverein Immer-Bürstel trainiert in der benachbarten Turnhalle. Das Landvolk und zwei Chöre treffen sich regelmäßig im Gasthof. „Immer ist ein sehr aktives Dorf“, sagt Thorsten Aulike.

Der Gasthof Witte Immer hat eine lange Geschichte. Die Großherzogliche Oldenburgische Eisenbahn eröffnete 1898 die Bahnstrecke Delmenhorst-Osnabrück. Nicht nur die ersten Berufspendler nutzten die neue Bahnlinie, sondern auch Ausflugsgesellschaften. Im selben Jahr machte darum gegenüber der Gasthof Witte auf, wo die Ausflügler fortan gerne ein-kehrten. Auch heutzutage lohnt ein Spaziergang durch den zum Naturpark Wildeshauser Geest gehörenden Stüher Forst, wo noch Spuren aus alten Zeiten zu entdecken sind.

So führt der Hasen-Ahlers-Weg durch das Waldgebiet. Er wurde benannt in Erinnerung an den „Aussteiger“ und wohl berühmtesten Wilddieb des

Oldenburger Landes, Hinnerk Ahlers alias Hasen-Ahlers (1831–1913), der dort viele Jahre in einem Schafkoben lebte. Die legendäre Gestalt der

Lokalgeschichte wurde schon damals von Ausflüglern gerne aufgesucht. Ihnen verkaufte er Postkarten von sich und sang sein Hasen-Ahlers-Lied vor. Bei Klattenburg steht ein Denkmal samt Bronze-Hase, das für ihn errichtet wurde.

Wer also noch nicht weiß,

wohin der nächste Familienausflug führen soll, sollte einfach mal „Immer hin und zurück“ fahren. xkb

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