Kommentar über Ryanair Billige Masche

Ryanair streicht tausende Flüge, Betroffene auch in Bremen erfahren erst wenige Tage vorher davon. So geht man nicht mit seinen Kunden um, schreibt Philipp Jaklin
20.09.2017, 00:00
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Billige Masche
Von Philipp Jaklin

Nun trifft es auch Bremen: Ryanair-Kunden erfahren nur wenige Tage im Voraus, dass ihr Flug ersatzlos gestrichen ist. Das ist mehr als ärgerlich für alle, die geschäftlich oder privat eine Reise von der Hansestadt nach Alicante, Mailand oder London gebucht hatten. Und natürlich ist es für jeden einzelnen überhaupt kein Trost, wenn die irische Gesellschaft darauf verweist, es müsse ja nur ein kleiner Teil ihrer gesamten Kundenschaft mit den Annulierungen klarkommen.

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Die Begründung für die Flugausfälle ist so haarsträubend wie das gesamte Vorgehen der Airline. Ob überhaupt genügend Piloten und Flugbegleiter vorhanden sind und die Zahl der Maschinen für pünktliche Dienste auf den angebotenen Verbindungen ausreicht, sollte sich Ryanair besser vor dem Verkauf von Tickets überlegen.

Ganz offensichtlich hat der Billigflieger das abenteuerlich rasante Wachstum der vergangenen Jahre nicht sehr gut vertragen. Ryanair-Chef Michael O‘Leary, der große Spaßvogel seiner Branche, könnte sich hier ernsthaft verzockt haben. So geht man einfach nicht mit seinen Kunden um - da mögen die Flugtickets noch so günstig gewesen sein.

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