Großbritannien lockt mit grünen Landschaften, schroffen Küsten und viel Kultur Erleben und entdecken

London. Dieses Jahr wird britisch. Nicht nur der 90.
14.05.2016, 00:00
Lesedauer: 3 Min
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Von Nicole Schmidt

Dieses Jahr wird britisch. Nicht nur der 90. Geburtstag der Queen lockt die Besucher auf die Insel. 2016 hat Großbritannien interessante Jubiläen und Themenjahre zu bieten: Shakespeares Tod jährt sich zum 400. Mal, es wird der 150. Geburtstag der Kinderbuchautorin Beatrix Potter („Die Geschichte von Peter Hase“) und der 300. Geburtstag von Lancelot „Capability“ Brown, Englands berühmtesten Gärtner, gefeiert. Mit zahlreichen Veranstaltungen zelebriert Schottland das „Jahr der Innovation, Architektur und Design“. Und England präsentiert seine schönsten Gärten im Rahmen des „Jahr des englischen Garten“. Wales läutet das „Year Of Adventure“ ein und zeigt, was man in seiner schönen Landschaft an Aktivitäten erleben kann.

Wales hat mit 1400 Kilometern den längsten Küstenwanderweg der Welt. Die gesamte Küste von Norden bis Süden kann erwandert werden. Besucher können von Buchten über weite Felder und Klippen zu kleinen Orten und Städten spazieren und meist abgeschiedene Landschaften bewundern sowie die weitläufigen Sandstrände genießen. Zum Beispiel bietet sich das kleine Hafenstädtchen Holyhead als Ausgangspunkt für eine Wanderung zum Leuchtturm auf der kleinen Insel South Stack an. Zunächst geht es entspannt entlang der beeindruckenden Klippen, danach beginnt der Abstieg zu der vorgelagerten Insel, der über etwa 400 steile Steinstufen führt. Der Ausblick vom Leuchtturm entschädigt für die Strapazen.

Gleich gegenüber – nur durch die Irische See getrennt – liegt Dublin. Der Ort gilt als Stadt der Pubs und Brücken. Prächtige Gebäude, breite Straßen und freundliche Menschen – so grüßt die Hauptstadt Irlands die Gäste. Ein Bummel durch die Nassau Street bis hin zur Dawson Street ist ein Muss genauso wie die legendären Dubliner Pubs: wo, wenn nicht dort, sollte man ein frisch gezapftes irisches Bier probieren? Ein Besuch des Guinness Storehouse ist für Fans lohnenswert. Wer die Grüne Insel auch außerhalb der Stadtgrenzen kennenlernen möchte, sollte sich aufs Land begeben: Die herrlichen Gärten von Mount Usher sind ein Augenschmaus, und die Wanderungen durch die bezaubernden Wicklow Mountains sind beindruckend.

Ein Stück südlicher liegt Cobh, das Hafenstädtchen von Cork. Der Ort begrüßt Reisende mit dem imposanten Turm der St. Colman’s Cathedral. Auch dort lohnt ein Spaziergang durch die Gassen – es locken das schicke French Quarter, die neugotische Kathedrale St. Finbarr’s und der Englische Markt mit seinen schönen Verzierungen, Rundbögen und Brunnen.

Eine halbe Stunde entfernt liegt das malerische Blarney Castle, das seine Berühmtheit dem legendären Blarney Stone verdankt. Seit über 200 Jahren pilgern Millionen von Menschen, darunter Staatsmänner und -frauen der ganzen Welt, Literaturgrößen und Berühmtheiten aus Film sowie Fernsehen dorthin, klettern die Stufen hinauf und küssen den Stein, um dann das Geschenk der Sprachgewandtheit zu erhalten. Die Kräfte des Steins sind unbestritten, über seine Geschichte jedoch wird immer wieder heftig diskutiert.

Als Insidertipp gilt die Isle Of Portland. Das königliche Eiland ist ein gewaltiger Block aus Kalksandstein im Ärmelkanal. Mitten im besten Segelgebiet Englands reihen sich an der Küste der Halbinsel zahlreiche Strände aneinander. Über Englands Weltnaturerbe Jurassic Coast – einen spektakulären Küstenstreifen und ein fundträchtiges Gebiet für Fossiliensammler – führt ein schöner Spaziergang. Ein Abstecher zum nahegelegenen Märchenschloss Lulworth lohnt sich, denn die Aussicht von den Türmen des Unesco-Weltnaturerbes auf die umliegende Landschaft ist spekta-

kulär.

Bei einem Besuch in Großbritannien darf London natürlich nicht fehlen. Bei einer Sehenswürdigkeit sind sich alle einig: Der Buckingham Palace lockt die meisten Touristen an, gefolgt von einem Besuch des London Eye oder The Shard, um sich London von oben anzuschauen oder auf den Spuren von „Capability“ Brown zu wandeln. Im Hampton Court Palace lebte der Chefgärtner von König Georg III. und baute dort seit 1768 sogar Wein an. Der Park des Schlosses umfasst 300 Hektar Land und liegt direkt an der Themse. Er galt zu Browns Zeiten als einer der prächtigsten Gärten Europas. Der berühmte, trapezförmige Irrgarten ist der einzig erhaltene Rest dieser Zeit.

Rund zwei Stunden von der Hauptstadt entfernt liegt Stonehenge. Magische Zauberkräfte, keltische Druiden, englische Könige – sie wurden bereits für die Megalithkultstätte verantwortlich gemacht. Der mystische Steinkreis ist wohl um 3100 vor Christus entstanden und wurde bis in die Bronzezeit genutzt wurde. Bis heute bleibt den Menschen der ursprüngliche Zweck der Anlage verborgen – sie ist ein Anziehungspunkt für Gäste aus aller Welt.

Weiter Informationen gibt es im Internet unter www.visitbritain.com.

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