Versicherungen Flexiblere Stornoregeln: Bei Erkrankung erstmal abwarten

Hannover/Duisburg (dpa/tmn) - Stornieren oder nicht? Diese Frage stellt sich vielen Menschen, die eine Urlaubsreise gebucht haben - zum Beispiel bei einer Erkrankung.
07.04.2010, 18:32
Lesedauer: 2 Min
Zur Merkliste

Hannover/Duisburg (dpa/tmn) - Stornieren oder nicht? Diese Frage stellt sich vielen Menschen, die eine Urlaubsreise gebucht haben - zum Beispiel bei einer Erkrankung.

Bei einigen Reiseveranstaltern in Deutschland muss sie künftig nicht mehr sofort beantwortet werden: Erste Unternehmen bieten nun einen Service an, der mehr Flexibilität in die Stornoregeln bringen soll. Dazu gehören die TUI und Alltours. Neckermann und Thomas Cook arbeiten mit dem Versicherungsunternehmen Mondial zusammen, das unter dem Namen «Reise Assistance» bereits seit dem November 2009 ein vergleichbares Angebot macht.

TUI-Kunden mit einer Reiserücktrittsversicherung können sich bei Bedarf ab sofort bei der R+V-Versicherung beraten lassen, ob es Sinn macht, mit der Stornierung noch zu warten - um dann unter Umständen doch verreisen zu können, wie das Unternehmen in Hannover mitteilt. Bislang ist ein solches Abwarten schlecht möglich: Um in den Genuss des Versicherungsschutzes zu kommen, müssen Kunden die Reise sofort stornieren, wenn sie so erkranken, dass sie nicht reisen könnten.

Warten erkrankte Kunden dagegen zunächst und sagen die Reise dann erst kurzfristig ab, bleiben sie auf den Stornokosten sitzen. Nun erhalten sie die vollen Stornokosten erstattet, wenn der Versicherer in dem Beratungsgespräch empfohlen hat, ruhig noch abzuwarten. Der neue Service gilt der TUI zufolge für alle unerwartet eintretenden Ereignisse, die von der Reiserücktrittsversicherung abgedeckt sind. Das sind zum Beispiel eine Krankheit, eine schwere Verletzung bei einem Unfall oder eine Impf-Unverträglichkeit.

Einen vergleichbaren Service bietet Alltours an: Auch dort sollen Kunden jetzt mehr Sicherheit beim Thema Reisestorno bekommen. Der Veranstalter in Duisburg arbeitet dabei mit dem Unternehmen «Makler der Touristik» (MDT) zusammen. Mit dessen Mitarbeitern können Urlauber besprechen, ob sie stornieren oder abwarten sollten. Die MDT gebe dann eine verbindliche Einschätzung ab. Muss der Kunde die Reise später doch stornieren, springt der Versicherer bei den Kosten ein.

Die Initiative zur flexibleren Handhabung der Stornoregeln gehe von den Veranstaltern aus, sagte ein Sprecher des Deutschen Reiseverbandes (DRV) in Berlin. Der DRV fordere eine solche Regelung nicht ausdrücklich. Auch andere Unternehmen wie die ERV der Ergo Versicherungsgruppe beraten Kunden entsprechend zum Thema Reiserücktritt.

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Einwilligung und Werberichtlinie

Ich erkläre mich damit einverstanden, dass die von mir angegebenen Daten dazu genutzt werden, regelmäßig per E-Mail redaktionelle Inhalte des WESER-KURIER seitens der Chefredaktion zu erhalten. Die Daten werden nicht an Dritte weitergegeben. Ich kann diese Einwilligung jederzeit formlos mit Wirkung für die Zukunft widerrufen, z.B. per E-Mail an widerruf@weser-kurier.de.
Weitere Informationen nach Art. 13 finden Sie unter https://www.weser-kurier.de/datenschutz

Schließen

Das Beste mit WK+