Flitzende Roboter und zappelnde Fische

Es ist nicht das erste Mal, dass kleine süße Roboter durch Hamburgs Straßen ziehen, schon für den Paketdienstleister Hermes mussten die Maschinen Pakete austragen. Doch 6D88 hat dieses Mal Heißes, Leckeres, Fettiges dabei: Burger und Pommes.
13.05.2017, 00:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Mona Adams

Es ist nicht das erste Mal, dass kleine süße Roboter durch Hamburgs Straßen ziehen, schon für den Paketdienstleister Hermes mussten die Maschinen Pakete austragen. Doch 6D88 hat dieses Mal Heißes, Leckeres, Fettiges dabei: Burger und Pommes. Mit rund sechs Stundenkilometern „flitzt“ der Lieferdienst den Bürgersteig entlang und beliefert hungrige Kochmuffel. Insgesamt drei Roboter ergänzen die Flotte, die für „Foodora“ im Hamburger Stadtgebiet unterwegs sind. Der pinkfarbene Lieferdienst nutzt eigentlich Fahrradkuriere, um von Restaurants bestellte Speisen zu den Kunden nach Hause zu liefern. Der Konzern bleibt mit dem 20-Kilo-Robo seiner emissionsfreien Lieferung treu. Der autonome Lieferheld kann in einem Radius von fünf Kilometern und innerhalb von 15 bis 30 Minuten liefern. Für Foodora muss er sich in einem kleineren Umfeld bewegen. Er darf nur Burger und Co. des Restaurants „The Burger Lab“ in einem Ein-Kilometer-Radius ausliefern. Und auch nur mit Zustimmung des Kunden, der das Essen mit einem Code bekommt. Wirklich frei ist der Roboter dabei auch nicht. Er wird von einem engagierten Mitarbeiter begleitet. Effizienz sieht also anders aus.

Damit hätte aber auch wirklich keiner rechnen können. Der Bezirk Wandsbek hatte das Wasser eines Teiches im Jacobi-Park in Eilbek reinigen wollen, und dafür das Wasser abgelassen. Doch oh Schreck – in einem Teich leben Fische? Das kam dann doch überraschend, zumindest für den Bezirk. Der wurde von aufgeregten Anwohnern benachrichtigt. Die Feuerwehr rückt aus. Doch da ist es schon fast zu spät. Hunderte Fische zappeln auf dem übrig gebliebenen schlammigen Untergrund, schnappen nach Luft, ringen ums Überleben. Die Feuerwehr gibt ihr Bestes, schließt den Ablauf des Teichs, aus mehreren Schläuchen läuft wieder lebensnotwendiges Wasser in den Teich. Mit Laub und Schlamm bauen sie einen Damm, damit das Wasser nicht gleich wieder abläuft. Am Ende rettet die erbaute 30 Zentimeter hohe Pfütze das Leben einiger Überlebenskünstler. Das Bezirksamt spricht von einem technischen Defekt. Was genau kaputt war, blieb ungesagt. Doch sie hätten die Fische umsiedeln wollen. Das müssen sie jetzt immer noch. Doch es sind jetzt deutlich weniger Fische, für die sie ein Zuhause finden müssen.

Benutzte Taschentücher, alte Kaffee-to-go-Becher, Plastikbesteck – rund um die Fressmeile am Hamburger Hauptbahnhof landet schnell mal was auf dem Boden. Müll für Müll wird es zu einem Müllhaufen und der ist nicht nur unhygienisch, sondern auch unattraktiv. Schade um das Image der sonst so wunderschönen Wandelhalle, die als Tor zu Hamburg gilt. Die Deutsche Bahn sieht ihre Bahnhöfe gar als Tor zum System Bahn. Also: Keine Macht dem Müll. Und dafür gibt es ein Reinigungskonzept der „Zukunft Bahn“, das bereits in Hannover, Berlin und nun auch in Hamburg angewandt wird. Dabei wird der Bahnreisende zum Schnüffler, Spion, Schatzsuchenden. Einfach Müll entdecken, Müll melden, fertig. Und weil die Bahn hipp ist, müssen die Pendler nicht etwa zum Münztelefon greifen, nein, eine WhatsApp-Nachricht genügt. Sie denken, das ist einfach? Dann merken Sie sich nur noch die wirklich simple Nummernfolge, an die Sie die Nachricht senden müssen. 0157 / 923 628 36. Das ist vermutlich der Haken.

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