Tourismus Fluggäste müssen mit Behinderungen rechnen

Nürnberg. Den Flugreisenden stehen womöglich turbulente Tage bevor. Am Montag (10.10.) finden Betriebsversammlungen für das Bodenpersonal an deutschen Airports statt. Dadurch kann es zu Behinderungen kommen. Zugleich entscheiden die Fluglotsen über einen Streik.
10.10.2011, 11:41
Lesedauer: 1 Min
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Nürnberg. Den Flugreisenden stehen womöglich turbulente Tage bevor. Am Montag (10.10.) finden Betriebsversammlungen für das Bodenpersonal an deutschen Airports statt. Dadurch kann es zu Behinderungen kommen. Zugleich entscheiden die Fluglotsen über einen Streik.

An mehreren deutschen Flughäfen drohen am Montag Verzögerungen. Das Bodenpersonal trifft sich zu Betriebsversammlungen. Ohne Behinderungen für den Flugverkehr hat in Nürnberg der Reigen von Betriebsversammlungen begonnen. Die rund 600 Mitarbeiter des Flughafens würden nacheinander in Gruppen informiert, damit es für die Reisenden nicht zu Behinderungen komme, sagte ein Sprecher am Morgen. Auch vom Stuttgarter Flughafen hieß es, die Passagiere müssten nicht mit Behinderungen rechnen.

Thema der Betriebsversammlungen ist ein Vorschlag der EU-Kommission für mehr Wettbewerb bei der Bodenabfertigung. Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi befürchtet Lohndumping und Überregulierung.

Die Gewerkschaft hatte Behinderungen an einzelnen Airports wegen der Versammlungen nicht ausgeschlossen. Betriebsversammlungen sind laut Verdi neben Nürnberg in Frankfurt, Hamburg, Köln-Bonn, München, Berlin und Stuttgart geplant. Allein am größten deutschen Airport in Frankfurt würden mittags voraussichtlich 2000 Beschäftigte der Bodenverkehrsdienste an der mehr als einstündigen Betriebsversammlung teilnehmen.

Streiken, ja oder nein? In Frankfurt/Main kommt am Montagmittag die Tarifkommission der Gewerkschaft der Flugsicherung zusammen, um darüber zu sprechen, wie es nach Abbruch der Tarifverhandlungen weitergehen soll. Der früheste Termin für einen Ausstand der Fluglotsen wäre der Mittwoch (12.10.) Der Flugverkehr könnte dann für mehrere Stunden lahmgelegt werden. (dpa)

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