Recht Fluggebühren: Formular darf nicht "lästig" sein

Berlin/Köln. Fluggesellschaften dürfen ihre Kunden nicht mit unverhältnismäßigen Antragsformularen davon abschrecken, Steuern oder Flughafengebühren zurückzufordern. Das geht aus einem Urteil des Landgerichts Köln hervor.
Lesedauer: 1 Min
Zur Merkliste

Berlin/Köln. Fluggesellschaften dürfen ihre Kunden nicht mit unverhältnismäßigen Antragsformularen davon abschrecken, Steuern oder Flughafengebühren zurückzufordern. Das geht aus einem Urteil des Landgerichts Köln hervor.

In dem verhandelten Fall hatten die Verbraucherschützer gegen einen Billigflieger geklagt. Bei ihm mussten Kunden ein siebenseitiges Antragsformular ausfüllen, wenn sie von ihrem Flug zurücktraten und im Voraus gezahlte Steuern und Flughafenabgaben zurückverlangten. Das Formular mussten Kunden laut dem VZBV aus dem Internet herunterladen, ausdrucken, per Hand ausfüllen und ungeknickt mit sämtlichen Original-Reiseunterlagen an die Fluggesellschaft schicken. Insgesamt wurden mehr als 50 Angaben gefordert.

Das Gericht sah darin einen "erheblichen Lästigkeitsfaktor". Die vielen Erfordernisse des Antrags seien ein erhebliches Hindernis für Fluggäste, ihr Geld zurück zu bekommen. Deshalb sei das Verhalten des Billigfliegers wettbewerbswidrig. Auf das Urteil weist der Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) in Berlin hin (Aktenzeichen: 31 O 76/10). (dpa/tmn)

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Einwilligung und Werberichtlinie

Ich erkläre mich damit einverstanden, dass die von mir angegebenen Daten dazu genutzt werden, regelmäßig per E-Mail redaktionelle Inhalte des WESER-KURIER seitens der Chefredaktion zu erhalten. Die Daten werden nicht an Dritte weitergegeben. Ich kann diese Einwilligung jederzeit formlos mit Wirkung für die Zukunft widerrufen, z.B. per E-Mail an widerruf@weser-kurier.de.
Weitere Informationen nach Art. 13 finden Sie unter https://www.weser-kurier.de/datenschutz

Schließen

Das Beste mit WK+