„Le Défenseur du temps“ Künstler erweckt Pariser Automatenuhr wieder zum Leben

Das Uhrenkunstwerk „Le Défenseur du temps“ ist noch bis 8. Januar 2023 in der Pariser Kunststiftung Lafayette Anticipations zu sehen. Die Mechanik wurde vor kurzem erst aufwendig restauriert.
28.11.2022, 16:20
Lesedauer: 1 Min
Zur Merkliste
Von dpa

Sie hat einem bekannten Viertel in Paris den Namen gegeben und unzählige Touristen angelockt. Nun hat der seit 2009 in Berlin lebende französische Künstler Cyprien Gaillard der monumentalen Automatenuhr „Le Défenseur du temps“ (Der Verteidiger der Zeit) wieder zu neuem Leben verholfen.

Ab März soll die Touristenattraktion aus Messing wieder an ihren ursprünglichen Platz im zentralen Quartier d'Horloge (Uhrenviertel) neben dem Centre Pompidou zurückkehren, das einst Saint-Martin hieß.

Bis zum 8. Januar hängt das ungewöhnliche Uhrwerk jedoch noch in der Pariser Kunststiftung Lafayette Anticipations. Dort bildet sie den Mittelpunkt der Werkschau „HumptyDumpty“ von Gaillard, der sich mit der Unmöglichkeit beschäftigt, die verlorene Zeit aufzuholen.

Die von dem Künstler Jacques Monestier 1975 entworfene Messingskulptur zeigt einen Mann, der siegreich gegen die Elemente kämpft: Das Wasser wird durch eine Krabbe symbolisiert, die Erde durch einen Drachen und der Himmel durch einen Vogel. Ein zweiter Teil der Ausstellung ist im Palais de Tokyo zu sehen.

Die Riesenuhr wurde Anfang 2022 demontiert. Das Geld fehlte, um sie zu renovieren und ihren seit 2003 nicht mehr funktionierenden Mechanismus zu reparieren. Für rund 130.000 Euro wurde sie für die Ausstellung von der Stiftung restauriert. Wie die Leiterin von Lafayette Anticipations, Rebecca Lamarche-Vadel, sagte, habe Gaillard sie überzeugt, das Uhrenkunstwerk wieder zum Leben zu erwecken.

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Einwilligung und Werberichtlinie

Ich erkläre mich damit einverstanden, dass die von mir angegebenen Daten dazu genutzt werden, regelmäßig per E-Mail redaktionelle Inhalte des WESER-KURIER seitens der Chefredaktion zu erhalten. Die Daten werden nicht an Dritte weitergegeben. Ich kann diese Einwilligung jederzeit formlos mit Wirkung für die Zukunft widerrufen, z.B. per E-Mail an widerruf@weser-kurier.de.
Weitere Informationen nach Art. 13 finden Sie unter https://www.weser-kurier.de/datenschutz

Schließen

Das Beste mit WK+