Tourismus Kulturhauptstadtjahr 2010: Essen ist das Zentrum

Essen/Duisburg (dpa/tmn) - Sie gilt als die schönste Zeche der Welt: Spätestens seit der Eröffnungsfeier der Kulturhauptstadt Europas auf Zollverein ist das Essener Industriedenkmal auch über Deutschland hinaus bekannt - so wie die Region selbst.
12.02.2010, 10:33
Lesedauer: 2 Min
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Essen/Duisburg (dpa/tmn) - Sie gilt als die schönste Zeche der Welt: Spätestens seit der Eröffnungsfeier der Kulturhauptstadt Europas auf Zollverein ist das Essener Industriedenkmal auch über Deutschland hinaus bekannt - so wie die Region selbst.

Eine Chance, die die Städte nutzen wollen. Denn noch immer kämpfen sie gegen ihr Kohlenpott-Image. Dabei ist der Bergbau vielerorts Geschichte. «Wandel durch Kultur - Kultur durch Wandel» lautet daher der Slogan von Ruhr.2010. Auf dem 100 Hektar großen Areal der Zeche Zollverein zogen schon früh Künstler und Kreative in die leerstehenden Gebäude, die zum Unesco-Welterbe gehören. In der ehemaligen Kohlenwäsche hat das Ruhr Museum zur Geschichte und Gegenwart der Region ein neues Zuhause.

Zahlreiche Freizeitangebote finden Besucher in der Essener Innenstadt. Gerade fertiggestellt ist das Einkaufszentrum am Limbecker Platz mit mehr als 200 Geschäften. Ebenfalls beeindruckend: die Architektur des Shopping-Centers, das in unmittelbarer Nähe zum Musical-Theater Colosseum entstanden ist. Die Aluminiumbleche der Fassade sollen an ein schwingendes Kleid erinnern.

Herausgeputzt hat sich auch der alte Saalbau der Stadt. Aus ihm entstand in zweijähriger Umbauzeit die moderne Philharmonie. Seit der Eröffnung vor sechs Jahren hat das Konzerthaus internationale Anerkennung erlangt und zusammen mit dem Aalto-Opernhaus den Ruf Essens als Musikstadt gefestigt. Internationale Anerkennung genießt auch das Essener Museum Folkwang. Star-Architekt David Chipperfield plante den Neubau, der Ende Januar eröffnet wurde.

Essen ist auch Sitz zahlreicher bedeutender Konzerne. Der markante RWE-Turm bestimmt die Skyline. Eon-Ruhrgas lässt seine Zentrale gegenüber der Messe errichten. Dabei ist Essen trotz allem eine grüne Stadt. Innenstadtnah entspannen Einheimische und Besucher im Grugapark. Ein beliebtes Naherholungsziel ist der Baldeneysee. Ruderclubs, Segel- und Surfschulen haben sich rund um ihn angesiedelt.

Er lässt sich auf einer Strecke von 14,7 Kilometern gut zu Fuß oder per Fahrrad umrunden. 2010 entsteht am Übergang vom Baldeneysee in die Ruhr in Werden das Ruhr-Atoll: Die künstlichen Inseln greifen die Themen Kunst und Wissenschaft auf. Hoch über dem Wasser thront die Villa Hügel. In dem ehemaligen Wohnhaus der Industriellenfamilie Krupp sind seit 1953 regelmäßig bedeutende Kunstausstellungen zu sehen. Außerhalb der Ausstellungszeiten können die historischen Wohnräume, der Park sowie die historische Ausstellung Krupp besichtigt werden.

Eine andere Industriellenfamilie prägte die Nachbarstadt Duisburg: August Thyssen legte hier Ende des 19. Jahrhunderts den Grundstein für Deutschlands größten Stahlproduzenten. Noch läuft die Produktion - doch auch diese Revierstadt muss sich dem Strukturwandel stellen. Ein Beispiel dafür ist der Landschaftspark Duisburg-Nord. Dort ist ein stillgelegtes Hüttenwerk in einen Erlebnispark verwandelt worden. In den alten Bunkeranlagen wird geklettert, im ehemaligen Gasometer getaucht.

Vor allem bei Familien beliebt ist das Musical Starlight Express in Bochum. Seit mehr als 20 Jahren drehen die Darsteller in der maßgeschneiderten Halle auf Rollschuhen ihre Runden. Ebenfalls ein Besuchermagnet: das Deutsche Bergbaumuseum. Pünktlich zu Ruhr.2010 wurde der Erweiterungsbau eröffnet.

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