Tui-Schätzung Last Minute dürfte im Sommer knapper und teurer werden

Nach drei harten Corona-Jahren blickt die Reisebranche zuversichtlich auf die Sommersaison und rechnet mit einer starken Nachfrage. Wie reagieren die Preise - und welche Rolle spielt der Zeitpunkt der Buchung?
24.01.2023, 11:39
Lesedauer: 1 Min
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Von dpa

Tui rechnet im Sommer mit höheren Preisen und verringerten Kapazitäten bei kurzfristigen Reisebuchungen. „Letztlich wird es in Summe weniger Last-Minute-Angebote geben als in der Vergangenheit“, sagte Tui-Deutschland-Chef Stefan Baumert der Deutschen Presse-Agentur.

Bei später Buchung höhere Preise möglich

„Insbesondere Reisende, die schon konkreter eine Urlaubsregion, einen Ort oder sogar ein Hotel im Blick haben, könnten bei kurzfristiger Buchung erst im Sommer leer ausgehen beziehungsweise höhere Preise als momentan vorfinden.“ Ähnlich äußerte sich Tui-Manager Steffen Boehnke.

Vorbestellungen der Kunden für die Sommersaison waren in den zurückliegenden Monaten gut angelaufen. „Wir sehen einen starken Start im gesamten Reisemarkt, und auch der Anteil an Frühbuchern steigt im Vergleich zum vergangenen Jahr deutlich“, erklärte Baumert. Es sei davon auszugehen, dass „das Preisniveau aufgrund der andauernden Inflation im Verlauf des Sommers nicht sinken wird“. Daher würden Frühbucher-Rabatte attraktiver.

Preisnachlässe bei Frühbuchung

Neben Tui können auch andere Anbieter die Folgen des Nachfrage-Crashs während der Hochphase der Corona-Krise allmählich abstreifen. Allerdings ist oft viel zu tun, um das Volumen aus der Zeit vor der Pandemie zu erreichen. Mehr Planungssicherheit soll Verbrauchern und Touristikfirmen gleichermaßen der Abschluss frühzeitiger Buchungen bieten. Tui räumt wie andere Unternehmen Preisnachlässe ein, wenn sich Kunden vorab längerfristig für bestimmte Pakete oder Hotels entscheiden. Auch soll die allgemeine Teuerung durch ein erweitertes Angebot günstigerer Unterkünfte teils abgefedert werden.

Speziell für Flugtickets dürften im Laufe dieses Jahres deutliche Aufschläge fällig werden. Der Chef der Lufthansa-Tochter Eurowings, Jens Bischof, sprach kürzlich von einer Verteuerung von im Schnitt 10 bis 20 Prozent, die er für realistisch halte. Mit Blick auf den Sommer gebe es eine „täglich steigende Dynamik“. Bei etlichen Flug- und Vergleichsportalen im Internet hatte das Preisniveau für entsprechende Verbindungen zuletzt ebenfalls zugelegt.

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