Unruhen in Tunesien Reiseveranstalter holen deutsche Urlauber zurück

Berlin . Mehrere Reiseveranstalter wollen am Wochenende ihre deutschen Urlauber aus dem Unruheland Tunesien zurückholen. Der Luftraum über dem Land am Mittelmeer sei wieder geöffnet worden, sagte Thomas-Cook-Sprecher Mathias Brandes am Samstag.
15.01.2011, 10:50
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Berlin . Mehrere Reiseveranstalter wollen am Wochenende ihre deutschen Urlauber aus dem Unruheland Tunesien zurückholen. Der Luftraum über dem Land am Mittelmeer sei wieder geöffnet worden, sagte Thomas-Cook-Sprecher Mathias Brandes am Samstag.

"Wir werden im Laufe des Tages mehrere Sondermaschinen Richtung Tunesien in Gang setzen. Sie sollen unsere verbliebenen 1800 Urlauber zurück nach Deutschland bringen." Rewe-Touristik und Tui, die am Freitag zunächst keine Rückholaktionen gestartet hatten, entschieden am Samstag, ihre Reisenden doch heimzufliegen. "Die Lage ist für uns schwer einschätzbar", sagte Rewe-Touristik Sprecher Tobias Jüngert.

Die Sondermaschinen sollen heute rund um die Touristenorte von den Flughäfen Djerba und Monastir starten, sagte der Thomas-Cook-Sprecher. Wo in Deutschland sie landen werden, war zunächst unklar.

Auch Rewe-Touristik will seine rund 2000 deutschen Reisenden mit Sondermaschinen zurückzuholen. Zunächst sollen am Samstag die Gäste von Monastir aus starten, am Sonntag dann von Djerba. Die Flüge sollen im Laufe des Tages in Berlin, München, Düsseldorf, Leipzig, Köln und Hannover ankommen. Rewe-Touristik verlängerte den Stopp weiterer Touristenflieger nach Tunesien um eine Woche bis zum 24. Januar.

Auch Tui will noch am Samstag mehrere Sondermaschinen mit ihren rund 1000 deutschen Touristen auf den Weg bringen, sagte Sprecher Mario Köpers. Der Flugplan stehe aber noch nicht genau fest. Am späten Nachmittag sollten die ersten Maschinen in Hannover und Frankfurt landen. Die Transferbusse seien bereits auf dem Weg zu den Hotels, um die Urlauber dort abzuholen. Auch Tui sagte alle Flugreisen nach Tunesien bis zum 24. Januar ab.

Thomas Cook hatte am Freitag bereits mit vier Sondermaschinen rund 230 deutsche Touristen wieder nach Hause gebracht. "Wir konnten wegen der Ausgangssperre nicht alle Urlauber zum Flughafen bringen", sagte Brandes. Ursprünglich waren für Freitag sechs Sondermaschinen geplant. "Über Nacht war es aber ruhig in den Hotels", sagte er. "Keiner unserer Gäste war direkt von den Unruhen betroffen - zum Teil haben sie aber Dinge mitbekommen." Umbuchungen seien zunächst bis zum 24. Januar kostenlos möglich. (dpa)

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