Tourismus Reiseveranstalter sagen Kairo-Tagesausflüge ab

Berlin. Wegen der Unruhen in Ägypten haben mehrere deutsche Reiseveranstalter am Mittwoch Ausflüge vom Roten Meer nach Kairo abgesagt. Diese Vorsichtsmaßnahme sei für zunächst einen Tag getroffen worden, hieß es bei den Anbietern Thomas Cook/Neckermann und FTI.
26.01.2011, 13:30
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Berlin. Wegen der Unruhen in Ägypten haben mehrere deutsche Reiseveranstalter am Mittwoch Ausflüge vom Roten Meer nach Kairo abgesagt. Diese Vorsichtsmaßnahme sei für zunächst einen Tag getroffen worden, hieß es bei den Anbietern Thomas Cook/Neckermann und FTI.

Die Rewe-Pauschaltouristik (ITS, Jahn Reisen, Tjaereborg) erklärte, schon seit Dienstag keine Urlauber mehr in Ägyptens Hauptstadt zu bringen. Die Touren seien in die kommende Woche verschoben worden, erklärte eine Sprecherin des Unternehmens in Köln.

Kostenlose Umbuchungen und Stornos von Reisen nach Ägypten bieten die Veranstalter aufgrund der Unruhen nicht an. Nach Angaben des Deutschen Reiseverbandes (DRV) in Berlin reisen jedes Jahr etwa 1,2 Millionen Bundesbürger nach Ägypten. "Weit mehr als 90 Prozent" von ihnen machten Urlaub am Roten Meer, erklärte DRV-Sprecherin Sibylle Zeuch. Wie viele Deutsche sich momentan in Ägypten aufhalten, konnte der Verband nicht beziffern. Derzeit sind in Deutschland keine Schulferien.

In den wichtigsten Urlaubsregionen wie Hurghada, Marsa Alam und Sharm-el-Sheikh sei die Lage ruhig, sagte Anja Braun von der TUI Deutschland in Hannover. "Unsere touristischen Zentren sind nicht betroffen", erklärte Mathias Brandes von Thomas Cook in Oberursel (Hessen).

Das Auswärtige Amt in Berlin aktualisierte am Mittwoch seine Sicherheitshinweise zu dem nordafrikanischen Land. Auf seiner Webseite weist es jetzt auf die jüngsten Zusammenstöße zwischen Polizei und Demonstranten hin, bei denen es Tote und Verletzte gegeben hat.

Die Proteste richteten sich nicht gegen Touristen, schreibt das Ministerium. Dennoch rät es Ägypten-Reisenden "dringend" dazu, Menschenansammlungen und Demonstrationen weiträumig zu meiden sowie die Medien aufmerksam zu verfolgen.

Aus Sicht der deutschen Reisebranche sei dies keine Neubewertung der Sicherheitslage, sagte DRV-Sprecherin Zeuch. (dpa)

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