Grund für Schienen-Abriss noch unklar Schwebebahn weiter ohne Strom

Wuppertal (wk). In einem Zug der Wuppertaler Schwebebahn sind 76 Menschen längere Zeit in mehreren Metern Höhe gefangen gewesen. 200 Meter Stromschiene waren nach jüngsten Angaben aus der Konstruktion herabgefallen.
19.10.2013, 00:00
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Von WESER-KURIER

In einem Zug der Wuppertaler Schwebebahn sind 76 Menschen längere Zeit in mehreren Metern Höhe gefangen gewesen. 200 Meter Stromschiene waren nach jüngsten Angaben aus der Konstruktion herabgefallen. Sechs Menschen seien vor Ort auf Schockzustände untersucht worden, zwei kamen ins Krankenhaus, sagte ein Sprecher der Stadtwerke gestern. Die Ursache wird noch untersucht. Die Bahn, zentrales Verkehrsmittel der Großstadt in Nordrhein-Westfalen, wird in den kommenden Tagen stillstehen.

Die Stromschiene schlug auf vier fahrende sowie zwei geparkte Autos auf und blockierte die gesamte Fahrbahn der Bundesstraße 7. Ein Autofahrer sei dabei leicht verletzt worden, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. Die Fahrgäste steckten in einem Zug fest, der gerade eine Haltestelle verlassen hatte und stehen blieb. Rettungskräfte der Feuerwehr bargen die Menschen über eine Drehleiter.

Durch den Zwischenfall wurde der Stromkreis unterbrochen. Techniker stellten die gesamte Stromzufuhr wenig später sicherheitshalber ab, sagte der Sprecher. Die Staatsanwaltschaft leitete Ermittlungen wegen fahrlässiger Körperverletzung ein. Ein Sachverständiger soll nun die Unfallstelle untersuchen.

Mehr als 23 Millionen Menschen fahren jährlich mit der Wuppertaler Schwebebahn. Sie schweben in einer Höhe von acht bis zwölf Metern über den Erdboden.

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