Aumund-Hammersbeck

So’n Schiet – Geschichtskreis Aumund-Hammersbeck steigt in Unterwelt ab

Aumund-Hammersbeck. Lange brauchte Manfred Baumgart, Vorsitzender der Siedlergemeinschaft Aumund I, der sich auch im Geschichtskreis des Treffpunkt im Quartier (TIQ) engagiert, nicht fragen. Schnell fanden sich zwölf interessierte Mitfahrer, um sich über die Entwicklung der Bremer Abwasserbeseitigung zu informieren.
28.12.2014, 00:00
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Lange brauchte Manfred Baumgart, Vorsitzender der Siedlergemeinschaft Aumund I, der sich auch im Geschichtskreis des Treffpunkt im Quartier (TIQ) engagiert, nicht fragen. Schnell fanden sich zwölf interessierte Mitfahrer, um sich über die Entwicklung der Bremer Abwasserbeseitigung zu informieren. Da bietet sich natürlich ein Besuch im Museum „Altes Pumpwerk“ in der Salzburger Straße an.

Früher wurden mithilfe dieses Pumpwerks die Abwässer der Stadt abgepumpt. Ab 1994 wurde es durch andere Anlagen ersetzt, es steht inzwischen unter Denkmalschutz. Es wurde liebevoll hergerichtet und wird gepflegt von ehemaligen Mitarbeitern der Bremer Stadtentwässerung (jetzt Hanse-Wasser die ihr Rentnerdasein dazu nutzen, hier alles in Schuss zu halten. Einer von ihnen, Dieter Voigt, führte mit großem Sachverstand durchs Gebäude.

Für technisch Interessierte ist die Ausstellungshalle mit den dort aufgestellten alten Pumpen ein Highlight. Mächtige Elektromotoren trieben die Pumpen an, die dafür sorgten, dass das Abwasser in unserer flachen Gegend genug Schwung erhielt, um in die Kläranlage zu gelangen. Interessant auch, wie sich die Aborte im Laufe der Zeit entwickelten. Vom luftigen Sitz direkt über einem Bach bis hin zu unseren modernen Toiletten kann man die Geschichte des Ortes im Ausstellungsraum nachvollziehen.

Spannend war dann der Abstieg in den Keller und in einen kleinen Abschnitt Abwasserkanal, der unter dem Gebäude verläuft. Fast zwei Meter hoch und in seiner Form an ein Ei erinnernd, macht er deutlich, welch gewaltige Mengen Abwasser durch den Bremer Untergrund laufen und entsorgt werden müssen. Alte Pläne und Zeichnungen machen deutlich, welcher Aufwand für die Hygiene erforderlich ist. Auch wenn das Thema Abwasser nicht gerade appetitanregend ist: Nach dem Besuch des Pumpwerks ging es in die Gaststätte des benachbarten Kleingartenvereins, wo bei Kaffe und Kuchen das Gesehene und Gehörte noch einmal aufgearbeitet wurde. Ein schöner Ausflug des Geschichtskreises, der mit dem guten Gefühl, wieder einmal etwas über die Bremer Geschichte erfahren zu haben, endete.

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