Ferienverkehr Staugefahr: Volle Routen in den Süden und an die Küsten

In weiteren Bundesländern beginnen am Wochenende die Sommerferien. Das bedeutet: Klassische Routen an die Küsten und in den Süden füllen sich weiter. Wir haben Tipps, wie man am besten fährt.
27.06.2022, 12:52
Lesedauer: 3 Min
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Von dpa

Schlechte Nachrichten fürs kommende Wochenende (1. bis 3. Juli): Wer mit dem Auto in den Urlaub starten will, muss viel Nerven und Zeit aufbringen. Der ADAC erwartet eine „erhebliche Staugefahr“ auf den Autobahnen.

So starten mit Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein zwei nördliche Bundesländer in die Sommerferien, in Nordrhein-Westfalen laufen sie bereits seit einer Woche.

Auch der Auto Club Europa (ACE) rechnet auf den klassischen Routen in Richtung Süden und zu den deutschen und niederländischen Küsten mit viel Verkehr und Staus. Viele Reisende dürften zudem in Richtung Skandinavien aufbrechen. Insgesamt geht der ADAC davon aus, dass der Reisesommer so staureich werden dürfte wie in Zeiten vor Corona.

Die Hauptreisezeiten:

  • Freitag: Ab Mittag ist mit Pendlerstaus in ganz Deutschland zu rechnen, der Urlaubsverkehr wird zusätzlich im Rhein-Ruhr-Gebiet zu spüren sein, prognostiziert der ACE. Die stauträchtigsten Zeiten liegen zwischen 12.00 und 19.00 Uhr.
  • Samstag: Die klassischen Urlaubsstrecken in den Süden oder an die Küsten von Nord- und Ostsee sind schon ab dem frühen Vormittag stark belastet. Zwischen 9.00 und 16.00 Uhr dürfte das Verkehrsaufkommen am höchsten sein. Speziell in den Küstenbundesländern ist nicht nur auf den Autobahnen, sondern auch auf den Nebenstrecken viel Anreiseverkehr zu erwarten, so der ACE.

Etwas Erleichterung könnte das zusätzliche Lkw-Ferienfahrverbot bringen. Es startet am Samstag (2. Juli) und gilt laut ADAC bis Ende August immer samstags von 7.00 bis 20.00 Uhr.

  • Sonntag: Für den Sonntag rechnet der ACE mit viel Ausflugsverkehr besonders bei schönem Wetter. Das füllt die Nebenstrecken und die Strecken rund um die Naherholungsgebiete.

Der Urlaubsverkehr auf den Autobahnen dürfte sich am Sonntag ab dem Vormittag bemerkbar machen. Die Hauptreisezeiten liegen demnach zwischen 10.00 und 14.00 Uhr und 16.00 bis 20.00 Uhr.

Tipp gegen Staufrust: Antizyklisch fahren

Am besten vermeidet man Fahrten an den Stauwochenenden ganz und bricht antizyklisch in den Urlaub auf, also etwa an einem Dienstag oder Mittwoch. Bei wem der Samstag als Anreisetag alternativlos ist, der sollte längere Fahrten morgens so früh wie möglich beginnen. Bei kurzer Anreise kann man am Samstagnachmittag oder sonntags starten.

Die Autoclubs halten am Wochenende Staus und Verzögerungen besonders in den Großräumen Hamburg, Berlin, Rhein-Ruhr, Rhein-Main, Stuttgart, München, auf den Routen zu den Küsten sowie auf folgenden Strecken für möglich - oft in beiden Richtungen:

A 1 Köln - Dortmund - Bremen - Hamburg - Lübeck
A 1 /A 3 / A 4 Kölner Ring
A 2 Hannover - Dortmund
A 3 Oberhausen - Köln - Frankfurt/Main - Würzburg - Nürnberg - Passau
A 5 Hattenbacher Dreieck - Darmstadt - Karlsruhe - Basel
A 6 Mannheim - Heilbronn - Nürnberg
A 7 Flensburg - Hamburg - Hannover - Kassel - Würzburg - Ulm - Füssen/Reutte
A 8 Karlsruhe - Stuttgart - München - Salzburg
A 9 Nürnberg - München
A 10 Berliner Ring
A 19 Rostock - Dreieck Wittstock/Dosse
A 24 Hamburg - Berlin
A 31 Bottrop - Emden
A 45 Olpe - Hagen
A 61 Mönchengladbach - Koblenz - Ludwigshafen
A 81 Heilbronn - Stuttgart - Singen
A 93 Rosenheim - Kiefersfelden
A 95/B2 München - Garmisch-Partenkirchen
A 96 Kreuz Memmingen
A 99 Umfahrung München

Auch auf den klassischen Ferienrouten in Österreich und in der Schweiz dürften die Ziele oftmals nicht ohne Stau erreichbar sein.

Gefährdet sind in Österreich unter anderem die Inntal-, Tauern-, Brenner-, Rheintal-, Karawanken-, West- und Ost-Autobahn sowie die Fernpass-Bundesstraße, so die Autoclubs.

In der Schweiz ist die Gotthard-Route, vor allem vor dem Gotthardtunnel staugefährdet. Ab einer Wartezeit von mehr als einer Stunde vor dem Gotthardtunnel lohne sich die Ausweichroute (A 13) über den San-Bernardino-Tunnel, rät der ACE.

Beim Grenzverkehr sollte man sich auf Wartezeiten wegen Kontrollen einstellen. Das gilt auch für die Rückreise. Wie lange man aktuell etwa bei an der Grenze von Österreich nach Deutschland an den Übergängen Walserberg (Salzburg - Bad Reichenhall), Kiefersfelden (Kufstein Süd - Kiefersfelden) und Suben (Ort i. Innkreis - Pocking) warten muss, sieht man bei der österreichischen Infrastrukturgesellschaft Asfinag online.

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