Tourismus Tui: Urlaub in Griechenland ohne Einschränkungen

Hannover. Der größte deutsche Reiseveranstalter Tui hat trotz des wachsenden Chaos in Griechenland bisher keinerlei Einschränkungen für Urlauber festgestellt, sagte Tui Deutschland-Chef Volker Böttcher am Freitag (17. Juni). Er schätzt die Situation ein.
17.06.2011, 17:31
Lesedauer: 2 Min
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Hannover. Der größte deutsche Reiseveranstalter Tui hat trotz des wachsenden Chaos in Griechenland bisher keinerlei Einschränkungen für Urlauber festgestellt, sagte Tui Deutschland-Chef Volker Böttcher am Freitag (17. Juni). Er schätzt die Situation ein.

In Griechenland spitzt sich die Lage immer mehr zu, die Fähren haben gestreikt und in den größeren Städten gibt es massive Proteste und Demonstrationen. Wir wirkt sich der Aufruhr auf den Tourismus aus?

Böttcher: "Wer in Griechenland Urlaub macht, bekommt zumeist nichts von Streiks und Protesten mit. Die Situation in den Urlaubsgebieten ist wie immer ruhig und entspannt. Die touristischen Leistungen sind in keinster Weise eingeschränkt."

Bekommen Sie bei den Kunden Verunsicherung zu spüren. Gibt es Umbuchungswünsche und Stornierungen? In welchem Umfang?

Böttcher: "Die Mehrzahl der Deutschen lässt sich derzeit durch die Staatskrise und deren Folgen in Griechenland nicht von einem Urlaub in dem Mittelmeerland abschrecken. Zumindest lassen dies die aktuellen Buchungszahlen nicht erkennen: Griechenland liegt zweistellig über der Entwicklung des Vorsommers. Dabei profitiert das Land von einem insgesamt gestiegenen Konsum und einer hohen Nachfrage nach Urlaubsreisen. Sicherlich ist Griechenland auch einer der größten Profiteure eines insgesamt schwächelnden Nordafrika-Geschäfts."

Was geschieht, wenn die Unruhen anhalten und sich die Lage weiter verschärft? Ist die Versorgung in den Urlaubsgebieten etwa auf den Inseln gesichert?

Böttcher: "Der Tourismus ist Griechenlands wichtigster Wirtschaftssektor, daher wären Einschränkungen in diesem Bereich absolut nicht sinnvoll. Es gibt aber aus heutiger Sicht keinerlei Anzeichen für Versorgungsengpässe in den Urlaubsgebieten. Urlauber müssen sich keine Sorgen machen."

Auch in Tunesien und Ägypten waren die Urlaubsgebiete nicht von der Rebellion in der Hauptstadt betroffen. Trotzdem gab es Rückholaktionen, um die Sicherheit der Gäste nicht zu gefährden. Könnte es in Griechenland zu einer ähnlichen Entwicklung kommen?

Böttcher: "Die Situation ist aus meiner Sicht überhaupt nicht vergleichbar. In Ägypten und Tunesien ist die Lage eskaliert bis hin zum Ausnahmezustand, das ist in Griechenland definitiv nicht zu erwarten. Eine Gefährdung von Urlaubsgästen sehe ich überhaupt nicht.

Wie entwickeln sich die Preise in Griechenland, gibt es Rabattaktionen?

Böttcher: "Im Gegenteil, das Geschäft in Griechenland entwickelt sich in der aktuellen Sommersaison hervorragend. Für Preisaktionen gibt es keinen Grund. Das Land bleibt ein vielseitiges Urlaubsziel und bietet wie kaum ein zweites Ziel eine Reise in die europäische Vergangenheit." (dpa)

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