Am Tellerrand: Jakobsmuscheln Wegweisende Meeresfrucht

Wer auf dem Weg nach Santiago de Compostela wandert, kommt an ihr nicht vorbei: Die Jakobsmuschel ist seit dem 12. Jahrhundert das Symbol der Pilger, ihre Strahlen weisen ihm die Richtung.
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Wegweisende Meeresfrucht
Von Catrin Frerichs

Wer auf dem Weg nach Santiago de Compostela wandert, kommt an ihr nicht vorbei: Die Jakobsmuschel ist seit dem 12. Jahrhundert das Symbol der Pilger, ihre Strahlen weisen ihm die Richtung. Eine echte Muschelschale galt einst als Nachweis dafür, dass der Pilgerpfad tatsächlich gewandert wurde, zudem eignete sie sich unterwegs prima zum Wasserschöpfen. Und natürlich zum Verzehr.

Die Jakobs- oder Pilgermuschel gehört zur Familie der Kammmuscheln und ist eine schmackhafte Meeresfrucht, die nicht nur in Sternerestaurants serviert wird. Sie kommt im Mittelmeer, aber vor allem im Atlantik vor – von den britischen Inseln über die Bretagne bis hinab nach Südportugal. Hauptlieferant ist die französische Normandie, wo sie von Oktober bis Mai Saison hat. Und wo man ihr im Herbst im Fischerort Porte-en-Bessin ein eigenes Fest widmet: das „Le goût du Large“, der Geschmack des weiten Meeres. Und das schmeckt nussig, süßlich, delikat.

Tiefgefroren ist sie ganzjährig zu haben, was aber ihrer Konsistenz nicht gut tut, sie wird schnell faserig und etwas zäh. Besser schmeckt sie frisch gegrillt oder gebraten, wobei man nur den dicken zylinderförmigen Muskelstrang und den orangenen Rogen verarbeitet. Klassisch wird sie kurz und heiß in der Pfanne gebraten mit etwas Persillade oder in der eigenen Schale überbacken serviert. Im Rickmers Galerierestaurant auf Helgoland steht sie in Verbindung mit französischer Blutwurst auf der Karte. Und im Bremer „Topaz“ kommt sie mit Safranrisotto auf den Teller.

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