Recht Schnüffeln in E-Mails vom Chef kann Job kosten

München/Berlin (dpa/tmn) - Arbeitnehmer kann es den Job kosten, wenn sie in E-Mails von Vorgesetzten herumschnüffeln. Das ergibt sich aus einem Urteil des Landesarbeitsgerichts München (Aktenzeichen: 11 Sa 54/09).
22.02.2010, 12:35
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München/Berlin (dpa/tmn) - Arbeitnehmer kann es den Job kosten, wenn sie in E-Mails von Vorgesetzten herumschnüffeln. Das ergibt sich aus einem Urteil des Landesarbeitsgerichts München (Aktenzeichen: 11 Sa 54/09).

Darauf weist der Deutsche Industrie- und Handelskammertag in Berlin hin. Demnach rechtfertigt es eine fristlose Entlassung, wenn Mitarbeiter sich unerlaubterweise Zugriff auf die elektronische Korrespondenz einer Führungskraft verschaffen.

In dem Fall hatte ein EDV-Administrator seine Zugriffsrechte missbraucht und vertrauliche E-Mails eines Geschäftsführers ausgedruckt. Der Mitarbeiter war bereits mehrfach wegen ähnlicher Vergehen abgemahnt worden. Daraufhin entließ die Firma den Mann fristlos - zu Recht, wie die Richter entschieden. Ein solcher Missbrauch von Zugriffsrechten stelle einen schwerwiegenden Verstoß gegen die arbeitsvertraglichen Pflichten dar.

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