Medikamente können Schäden bei Mutter und Kind verursachen Tipps für Schwangere

Bremen (sad). Schwangere sollten beim Einsatz freiverkäuflicher Arzneimittel besonders vorsichtig sein. Darauf weist die Apothekerkammer Niedersachsen hin.
26.05.2014, 00:00
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Tipps für Schwangere
Von Sabine Doll

Schwangere sollten beim Einsatz freiverkäuflicher Arzneimittel besonders vorsichtig sein. Darauf weist die Apothekerkammer Niedersachsen hin. Denn: Einige Wirkstoffe können zu einer Schädigung des Kindes führen.

Bei Kopf- oder Rückenschmerzen etwa sollte Ibuprofen ab der 28. Schwangerschaftswoche nicht mehr eingenommen werden, da die Wehen unter Umständen gehemmt und die Blutungszeiten bei der Geburt verlängert werden könnten. Bei dem Ungeborenen könne es zu Problemen des noch nicht ausgereiften Herz-Lungen-Systems kommen. Wirkstoff der ersten Wahl sei Paracetamol.Werdende Mütter leiden oft an einer sogenannten Schwangerschaftsrhinitis, Ursache für den Schnupfen ist die Hormonumstellung. Die meisten herkömmlichen Nasensprays sind für Schwangere nicht zugelassen, so die Kammer. Abschwellende Sprays sollten maximal zwei bis drei Tage in niedriger Konzentration genommen werden, und nur wenn es nicht anders geht. Besser seien spezielle salzhaltige Nasensprays, um die Reizung der Schleimhaut zu lindern. Auch Nasenöle – allerdings ohne Paraffin – seien geeignet.

Bei Verstopfung – ein sehr häufiges Problem in der Schwangerschaft – sollten Frauen in jedem Fall auf Abführmittel verzichten, warnt die Kammer. Dies gelte vor allem für pflanzliche Mittel wie Sennesblätter oder Aloe. Besser seien Ballaststoffe wie Flohsamen, etwa zwei Liter Flüssigkeit am Tag zu trinken und Bewegung.

Auch bei Husten empfehlen die Experten, es als erstes mit ausreichend trinken zu versuchen. Bei Arzneimitteln raten sie zu den Wirkstoffen Ambroxol und Acetylcystein. Lässt sich der Hustenreiz nicht lindern und ist er besonders stark ausgeprägt, sollten Schwangere mit ihrem Arzt über den Einsatz von Hustenblockern sprechen. Grundsätzlich rät die Kammer dazu, immer einen Arzt zu konsultieren, wenn Beschwerden mit Medikamenten gelindert werden sollen.

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