Raumfahrt US-Astronauten dürfen später zum Mond und Mars

Washington. US-Präsident Barack Obama korrigiert den Kurs ins All: Trotz der neuen Sparpläne darf die NASA an ihren Plänen für bemannte Mond- und Marsflüge festhalten.
14.04.2010, 19:00
Lesedauer: 2 Min
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Washington. US-Präsident Barack Obama korrigiert den Kurs ins All: Trotz der neuen Sparpläne darf die NASA an ihren Plänen für bemannte Mond- und Marsflüge festhalten.

US-Astronauten können nach 2020 zum Mond, zu Asteroiden und «letztlich» zum Mars aufbrechen, wie die «New York Times» unter Berufung auf Regierungsquellen berichtet. Einzelheiten wurden zunächst nicht bekannt. Obama will sein abgespecktes Raumfahrtprogramm am Donnerstag bei einem Besuch auf dem Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida bekanntgeben.

Die im Februar bekanntgegebenen Haushaltskürzungen und das Aus für die bisherigen Pläne der US-Raumfahrtbehörde NASA waren auf scharfe Kritik gestoßen. Erst vor einigen Tagen hatten der erste Mann auf dem Mond, Neil Armstrong, und andere Ex-Astronauten moniert, ein Ausstieg der USA aus der bemannten Raumfahrt würde verheerende Folgen haben. Dies würde sie USA zu einer «zweitrangigen oder gar drittklassigen» Raumfahrtnation schrumpfen. Außerdem kommt laute Kritik aus Florida, wo tausende Arbeitsplätze im Raumfahrtsektor gefährdet sind.

Im Kern geht es Obama um ein «schlankeres» Raumfahrtprogramm. Unter anderem sollen Privatunternehmen billigere Alternativen auch für die bemannte Raumfahrt anbieten. Dazu soll das bisherige Constellation-Programm mit der großen Ares-Rakete und der Orion- Raumkapsel zunächst verkleinert werden. Die Orion-Kapsel könnte auch als Fluchtfahrzeug konzipiert werden, um bei Notfällen Astronauten von der Internationalen Raumstation ISS zu retten.

Insgesamt seien für die nächsten fünf Jahre sechs Milliarden Dollar (rund 4,4 Milliarden Euro) an zusätzlichen Investitionen für die NASA geplant. Erst im 2015 werde über die Entwicklung einer neuen, größeren Transportrakete entscheiden, die die Astronauten wieder zum Mond und darüber hinaus bringen soll. Außerdem sollen 40 Millionen (rund 29,4 Millionen Euro) investiert werden, um Florida unter die Arme zu greifen.

Die Entscheidung über die Zukunft der US-Raumfahrt fällt in einer schwierigen Zeit: Im kommenden September werden - nach mehr als 25 Jahren - die veralteten Space-Shuttles endgültig ausrangiert. Dann verfügen die USA über keine eigenen Fahrzeuge mehr, um Astronauten ins All zu bringen. US-Astronauten, die dann zur ISS wollen, sind auf Mitfluggelegenheiten in russischen Sojus-Kapseln angewiesen. Der frühere NASA-Chef Michael Griffin meinte unlängst: «Die USA haben sich dafür entschieden, dass sie in der absehbaren Zukunft kein bedeutender Spieler auf dem Feld der Raumfahrt mehr sind.» (dpa)

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