Pharmazie US-Behörde legt Impfstoff gegen Darmvirus auf Eis

Washington. Ein Impfstoff gegen den Darmkeim namens Rotavirus ist in den USA vorübergehend auf Eis gelegt worden. Die Gesundheitsbehörde FDA empfahl amerikanischen Kinderärzten, den von dem Pharmaunternehmen GlaxoSmithKline hergestellten Impfstoff Rotarix vorerst nicht mehr zu verabreichen.
23.03.2010, 18:10
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Washington. Ein Impfstoff gegen den Darmkeim namens Rotavirus ist in den USA vorübergehend auf Eis gelegt worden. Die Gesundheitsbehörde FDA empfahl amerikanischen Kinderärzten, den von dem Pharmaunternehmen GlaxoSmithKline hergestellten Impfstoff Rotarix vorerst nicht mehr zu verabreichen.

Das Mittel beugt viralen Durchfallkrankheiten vor, die für Babys durch den Flüssigkeitsverlust unter Umständen lebensgefährlich werden können. Den Impfstoff gibt es auch in Deutschland. Ein unabhängiges Forscherteam hatte Teile eines Schweinevirus in dem Impfstoff entdeckt.

Bisher liege aber kein Anlass zur Besorgnis vor, heißt es auf der Internetseite der FDA. Die Partikel von dem Schweinevirus seien wahrscheinlich harmlos und kein gesundheitliches Risiko. Sie waren bei Untersuchungen mit einer neuen Labortechnologie aufgefallen. Rotarix war der einzige von einer Reihe so geprüfter Impfstoffe, der fremde Anteile offenbarte.

Rotarix war in den USA 2008 zugelassen worden und wurde bisher etwa einer Million Babys und Kleinkinder in Amerika verabreicht. Das Vakzin wird Säuglingen normalerweise im Alter von zwei bis drei Monaten per Schluckimpfung gegeben. «Wir nehmen diesen Impfstoff nicht vom Markt», stellte FDA-Leiterin Margaret Hamburg in einer Erklärung fest. «Wir bitten lediglich, ihn eine Weile auszusetzen». Als Ersatz bietet sich das bereits seit 2006 benutzte Vakzin RotaTeq von Merck an. (dpa)

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