Hannover Von Kometen und Sternschnuppen

Kometen wie der hell leuchtende Halleysche Komet haben Menschen von jeher nicht zuletzt deshalb fasziniert, weil sie urplötzlich aufzutauchen scheinen. Vielen galten sie in früheren Zeiten als Unglücksboten, das heißt als Hinweis darauf, dass zum Beispiel Hungersnöte oder Kriege drohten.
18.11.2016, 00:00
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Von Kometen und Sternschnuppen
Von Jürgen Wendler

Kometen wie der hell leuchtende Halleysche Komet haben Menschen von jeher nicht zuletzt deshalb fasziniert, weil sie urplötzlich aufzutauchen scheinen. Vielen galten sie in früheren Zeiten als Unglücksboten, das heißt als Hinweis darauf, dass zum Beispiel Hungersnöte oder Kriege drohten. Dass viele ihrer Geheimnisse inzwischen gelüftet sind, unterstreicht die Landung einer Sonde auf dem Kometen 67P/Tschurjumow-Gerassimenko vor zwei Jahren, von der Stephan Ulamec vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt am 22. November um 19 Uhr im Bremer Haus der Wissenschaft berichten wird. Während über die Rolle von Kometen im Zusammenhang mit der Entstehung des Lebens nach wie vor diskutiert wird, ist unstrittig, dass ihnen Sternschnuppen wie die im November bei klarem Himmel zu sehenden Leoniden zu verdanken sind. In der Sprache der Wissenschaftler werden Sternschnuppen als Meteore bezeichnet. Sie entstehen, wenn kleinste Teilchen – sogenannte Meteoroide – auf die Erdatmosphäre treffen. Ursache der Leuchterscheinung sind nach Angaben des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt Luftmoleküle, die entlang der Flugbahn des Meteoroiden ionisiert werden. Das heißt: Sie werden in einen elektrisch geladenen Zustand versetzt und dadurch zum Leuchten angeregt. In der Regel stammen die höchstens millimetergroßen Meteoroide nach Darstellung der Experten von Asteroiden und Kometen. Wenn Kometen auf ihrer Bahn näher an die Sonne herankommen, beginnt das Eis an ihrer Oberfläche zu verdampfen und reißt dabei Staubteilchen mit sich. Die Teilchen entfernen sich vom Kometenkern und bilden eine Teilchenwolke. Dass es jedes Jahr im August den Sternschnuppenstrom der Perseiden gibt, liegt an der Staubspur des Kometen Swift-Tuttle. Diese wird Jahr für Jahr von der Erde gekreuzt. Die Leoniden gehen auf den Kometen Tempel-Tuttle zurück.

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