Tiere Waldtiere kommen gut mit Winterwetter zurecht

Flensburg. Die Tiere im Wald kommen mit dem frostigen Winterwetter und dem Schnee aus Expertensicht auch ohne Hilfe gut zurecht. «Die Waldtiere in unseren Gefilden sind gut angepasst an das Wetter.»
07.01.2010, 16:34
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Flensburg. Die Tiere im Wald kommen mit dem frostigen Winterwetter und dem Schnee aus Expertensicht auch ohne Hilfe gut zurecht. «Die Waldtiere in unseren Gefilden sind gut angepasst an das Wetter.»

Das sagte Reinhard Degener, Sprecher des Aktionskreises Naturschutz des BUND in Schleswig-Holstein. Viele Tiere hätten sich mit dem Haarwechsel im Herbst ein dickeres Fell zugelegt. Auch wenn viele Menschen die Bedingungen derzeit als extrem und hart empfänden, sei es ein normaler Winter.

Probleme könnten allerdings Kraniche bekommen, die aufgrund der milden Winter in den vergangenen Jahren nicht mehr «auswanderten». Degener erklärte, dass viele Kraniche zuletzt nicht mehr zum Überwintern nach Spanien geflogen seien. Die Vögel seien aber diese Minusgrade über längere Zeit nicht gewohnt.

Den Waldtieren gehe es jedoch gut, auch würden sie noch genug Nahrung finden. «Futterstellen sind nicht notwendig», betonte Degener. Erst bei einem längeren Winter könne das Futter eng werden. «Dann tritt aus ökologischer Sicht eine natürliche Auslese ein. Nur die starken Tiere überleben», betonte der Experte. Diese «natürliche Selektion», bei der die schwächsten Tiere ausgelesen werden, sei normal und nicht schädlich für eine Art, betonte er. Degener riet, bei Waldspaziergängen die Tiere in Ruhe zu lassen. Da jedoch derzeit auch viele Jäger unterwegs seien, könne es vorkommen, dass man angeschossene Tiere finde. Diese solle man dann dem Förster melden.

Die meisten Hauskatzen dagegen seien nicht an die Kälte gewöhnt, betonte Degener. «Sie stammen aus wärmeren Gegenden.» Wenn es das Tier gewohnt sei, nachts draußenzubleiben, sollten Katzenhalter das Tier selbst entscheiden lassen, ob es die Nacht im Freien verbringen möchte. «Die Katze meldet sich und setzt sich von selbst vor die Tür, wenn sie wieder hinein möchte», betonte er. (dpa)

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