Deko-Trends fürs Fest Weihnachten wird sicher weiß

Bremen. Man möchte meinen, Weihnachten ist jedes Jahr gleich. Doch die Dekorationsbranche bringt alle Jahre wieder neues Traditionelles heraus - in diesem Jahr sollte die Deko möglichst winterlich, aber nicht zu weihnachtlich sein.
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Bremen. Man möchte meinen, Weihnachten ist jedes Jahr gleich. Doch die Dekorationsbranche bringt alle Jahre wieder neues Traditionelles heraus - in diesem Jahr sollte die Deko möglichst winterlich, aber nicht zu weihnachtlich sein.

Eiskristalle am Fenster und Schneebälle sind für Weihnachten in diesem Jahr ein Muss. Sogar Schnee-Eulen werden gesichtet, wenn es nach der Einrichtungsbranche geht. Sie stellt in Form und Farbe Dekorationen in den Mittelpunkt ihrer Kollektionen, die etwas mit Schnee und Winterwäldern zu tun haben. Es wird daher viele weiße Dekorationsstücke im Handel geben, dazu gehört auch viel Glitzerndes. Weiße Weihnachten sind also gesetzt.

«Pure Perfect» nennt die European floral and lifestyle suppliers association (EFSA) - ein Verband von Produzenten und Importeuren - dieses Trendmotiv bei der Einrichtungsdekoration. Es wirke modern und puristisch. Verschiedene Weißtöne treffen auf Silber und ein sehr helles Grün.

Nun kann man nie von dem einen großen Wohntrend sprechen. Auffällig ist 2014 aber ein Schwerpunkt auf natürlich Wirkendem: Kerzen und deren Ständer sehen aus, als wären sie Holzstücke. Am Weihnachtsbaum hängen Schneekristalle oder Kugeln, die Schneebällen ähneln. In den Regalen finden sich Hirsch-, Fuchs- und Eichhörnchenfiguren, Tannenzapfen und Eicheln, heißt es in dem Trendbericht zur Einrichtungsmesse Tendence, die im August in Frankfurt am Main stattfand.

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Eine weitere Messe speziell für die Dekoration um die Festtage ist die Christmasworld, die immer schon im Januar ebenfalls in Frankfurt am Main stattfindet. Hier war ebenso viel Natürliches zu sehen, besonders Dekorationen mit von der Natur entlehnten Farben und Materialien: Sie sind aus Holz, Kork, Korb, Filz und Federn, tragen Erdfarben, Grautöne und eben oft Weiß.

«Diese Materialien und Motive aus dem Wald kennen wir als Inspiration für die Branche schon seit einiger Zeit», erläutert Nicolette Naumann, die Vize-Präsidentin der Messen Ambiente und Tendence. «Aber es ändert sich immer ein bisschen was. Und was nun wirklich auffällt: Es sind gar nicht mehr die Tiere und Bäume und Pilze als Motive, die besonders gefragt sind.» Jetzt werden echte Tannenzapfen und Äste verwendet.

«Es gibt Weihnachtsbaumkugeln aus Glas, die mit Zapfen gefüllt sind», berichtet Naumann. «Es wird im Handel auch Kugeln aus Glas mit Federn geben. Und ich habe welche gesehen, die außen mit Rinde beklebt sind. Ich hole mir damit den Wald physisch in die Wohnung.» Bei vielen Herstellern finden sich unzählige entsprechende Ideen: Da werden Tannenzapfen so aufgeschichtet, dass sie eine dem Aufbau eines Weihnachtsbaums entsprechende Pyramide ergeben oder einen Kranz bilden. Oder zwischen die Metallstreben eines Adventsgestecks werden zum Beispiel Kräuter oder Reisig gelegt. All das hat nicht direkt mit Weihnachten zu tun - es sind Dekorationen für die ganze Wintersaison.

Aber es gibt natürlich auch die Dekorationsideen in den traditionellen Weihnachtsfarben Rot und Grün: Motive wie der Weihnachtsmann und Engel, Klassiker wie Räuchermännchen und Nussknacker sind nicht komplett wegzudenken. Gold ist eigentlich eine der typischen Weihnachtsfarben. Klar bleibt der Klassiker im Handel erhältlich. Aber zum Trend rufen die Hersteller das wärmer wirkende Kupfer aus, berichtet Ingrid Grimm von der Gütegemeinschaft Kerzen, einem Zusammenschluss von Herstellern. Kupfer zeigt sich aber auch auf Figuren und Bändern. Die Oberflächen der entsprechenden Dekorationen sind poliert, perforiert, gedengelt oder haben filigrane Lochmuster. (dpa/tmn)

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