Der Expertentipp zum Duschen und Schwimmen mit der Uhr

Wie dicht ist eigentlich wasserdicht?

Beim Baden oder unter der Dusche das Lieblingsstück am Handgelenk tragen, diese Annehmlichkeit versprechen wasserdichte Uhren. Tatsächlich aber zählt Feuchtigkeit zu den größten Feinden eines Uhrwerks.
06.12.2015, 00:00
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Beim Baden oder unter der Dusche das Lieblingsstück am Handgelenk tragen, diese Annehmlichkeit versprechen wasserdichte Uhren. Tatsächlich aber zählt Feuchtigkeit zu den größten Feinden eines Uhrwerks. „Ein wasserdichtes Gehäuse bietet zwar optimalen Schutz, doch die vermeintliche Zusicherung hält nicht zu

100 Prozent“, sagt Philipp Man, Geschäftsführer bei Chronext, dem E-Commerce-Portal für Luxusuhren. Als wasserdicht gekennzeichnete Zeitmesser würden zwar eine Resistenz gegen Regen und Wassertropfen aufweisen, beim Duschen oder Schwimmen könne dennoch Wasser eindringen.

Ein verschraubtes Gehäuse sowie solide Dichtungen sind unverzichtbar bei einer wasserdichten Uhr. Lünette, die Umrandung des Zifferblattes, und Gehäuseboden sind zudem mit dem Mittelteil der Uhr hermetisch verschraubt. Die Schwachstelle bildet die Krone, über die Wasser direkt in das Uhrwerk eindringen kann. Hersteller lösen dieses Problem, indem die Krone abgedichtet und meist in das Gehäuse integriert wird. „Eine bis 30 Meter wasserdicht gekennzeichnete Uhr hält theoretisch dem Druck in dieser Tiefe stand. In der Praxis variiert der Wasserdruck aber enorm, die Gefahr eines Schadens ist nie ganz auszuschließen“, sagt Man. Wenn man mit seiner Uhr schwimmen und baden möchte, empfiehlt der Experte eine Wasserdichtigkeit von zehn Bar.

Nicht nur das mechanische Uhrwerk, sondern auch die Uhr selbst und vor allem ihre Dichtungen sollten regelmäßig geprüft und professionell gewartet werden. „Nie sollte man bei einer wasserdichten Uhr die Krone unter Wasser oder an einer nassen Uhr aufziehen. Vor jedem Wasserkontakt sollte eine Kontrolle, dass Krone und Drücker fest verschraubt sind, erfolgen“, erläutert Man. Tritt Feuchtigkeit unter dem Glas auf, sei eine schnelle Prüfung durch einen Uhrmacher gefragt.

DJD

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