Haus der Krippenkinder 15 neue Plätze

Das Haus der Krippenkinder in Kirchweyhe bekommt eine fünfte Gruppe und damit 15 neue Plätze für Ein- bis Dreijährige. Schon im Dezember soll der Anbau fertig sein.
02.08.2018, 16:59
Lesedauer: 3 Min
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15 neue Plätze
Von Claudia Ihmels

Weyhe. Politisch beschlossene Sache ist es schon seit April, nun geht es an die Umsetzung: Das Haus der Krippenkinder wird erweitert. Schon ab Dezember sollen in dem Anbau in einer neuen Gruppe bis zu 15 ein- bis dreijährige Kinder betreut werden können. Den Bauantrag hat die Gemeinde Weyhe eingereicht, ist der genehmigt, kann es mit den Arbeiten direkt losgehen.

Weil es im Krippenbereich für das gerade begonnene Kindergarten-Jahr 2018/2019 etwas mehr Anmeldungen als Plätze gibt, hat die Weyher Politik schon im Frühjahr beschlossen, durch einen schnellen Ausbau zügig Abhilfe schaffen zu wollen. Die Wahl fiel auf das Haus der Krippenkinder in Kirchweyhe. Nach einer Kosten-Nutzen-Analyse hatte sich diese Einrichtung als die beste Lösung für eine Erweiterung herausgestellt (wir berichteten).

Es ist nicht die erste Erweiterung des 2013 errichteten Modulbaus an der Kirchweyher Heide. Das Gebäude wurde bereits im Herbst 2014 vergrößert. "Zurzeit gibt es hier vier Krippengruppen", berichtet Christina Böttcher-Krützfeld vom Fachbereich Bau und Liegenschaften im Weyher Rathaus. Ist der nun gerade beantragte Anbau fertig, haben fünf Gruppen Platz im Gebäude.

"Der Anbau wird in der gleichen Modulbauweise wie das vorhandene Gebäude erstellt", so Böttcher-Krützfeld. Die einzelnen Module bestehen aus einer verschweißten Stahlkonstruktion mit Wärmedämmung. Von außen wird ein Strukturkratzputz aufgebracht und farblich dem restlichen Gebäude angepasst. "Man wird später gar nicht erkennen, dass es sich um einen Anbau handelt", sagt die Rathausmitarbeiterin. Zudem würde der eingeschossige Anbau wie das bisherige Gebäude bodentiefe, hellgraue Kunststofffenster beziehungsweise Leichtmetalltüren erhalten.

Von innen soll die Erweiterung ebenfalls an den Bestand angepasst werden. "Bis auf den gefliesten Sanitärbereich wird als Bodenbelag Linoleum in der gleichen Farbe verwendet", kündigt Böttcher-Krützfeld an. Unterschiede wird es allerdings bei der Farbauswahl geben – und das hat durchaus System. Denn jede Gruppe im Haus der Krippenkinder hat eine bestimmte Farbe zugeteilt bekommen, für die fünfte Gruppe im Anbau wird das orange sein. Dieses Farbkonzept spiegelt sich etwa im Sanitärbereich wieder, wo dann auch teilweise orange Fliesen auftauchen werden.

Der Anbau hat auch Auswirkungen auf den Eingangsbereich des Hauses der Krippenkinder. "Der vorhandene Eingang wird Richtung Parkplatz vorverlegt", sagt Böttcher-Krützfeld. In das Gebäude und damit zu allen fünf Gruppen gelangt man dann durch einen großen Windfang, der laut Gemeinde auch ausreichend Platz für Kinderwagen bieten soll. Im Gebäude wird der Anbau im Bereich der Gruppe vier angeschlossen.

Damit die bis zu 15 neuen Kinder draußen ebenso wie die aktuellen kleinen Besucher genügend Platz zum Spielen haben, wird auch das Außengelände erweitert. Das bisherige Gelände soll bis zum Ende des neuen Gruppenraumes vergrößert und mit diesem zusammengeführt werden. "Insgesamt stehen dann 1611 Quadratmeter zur Verfügung", fasst Böttcher-Krützfeld zusammen.

Im Gebäude werden mit der fünften Gruppe übrigens 150 Quadratmeter zusätzliche Nutzfläche geschaffen. Die komplette Erweiterung des Hauses der Krippenkinder wird nach Schätzungen der Gemeinde rund 630 000 Euro kosten.

Damit der Anbau möglichst schnell fertig ist, kommt die Gemeinde Weyhe jedoch um eines nicht herum: Die Bauarbeiten müssen auch während des Krippenbetriebs stattfinden. Schon im Vorfeld hätten deshalb Abstimmungsgespräche zwischen dem Planer, der ausführenden Firma und der Krippenleitung stattgefunden, um einen möglichst reibungslosen und schonenden Ablauf der Bauarbeiten zu garantieren.

Sobald das Domizil für die orangefarbene Krippengruppe fertig ist, kann dort der Betrieb starten. Das wird allerdings so oder so langsam passieren, kündigt Christina Böttcher-Krützfeld an. Schließlich kommt bei den ganz Kleinen auch immer noch eine Eingewöhnungszeit hinzu.

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