Ottersberger Waldorf-Schule 23 Zwölftklässler präsentieren ihre Facharbeiten

Ottersberg. Ein halbes Jahr haben die Ottersberger Waldorf-Schüler getüftelt, getestet und gebastelt. Am Freitag war es endlich soweit: Vor großer Kulisse präsentierten die 23 Zwölftklässler ihre Facharbeiten.
23.02.2010, 06:00
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23 Zwölftklässler präsentieren ihre Facharbeiten
Von Lars Köppler

Ottersberg. Ein halbes Jahr haben die Ottersberger Waldorf-Schüler getüftelt, getestet und gebastelt. Am Freitag war es endlich soweit: Vor großer Kulisse präsentierten die 23 Zwölftklässler ihre Facharbeiten im großen Saal der Freien Rudolf-Steiner-Schule. Die Kreationen der Pennäler aus dem Abschlussjahrgang reichten von Kunst über Kulinarisches bis hin zu technischen Spielereien.

'Unsere Schüler erhalten zum Ende ihrer Schulzeit immer eine Aufgabe, die sie nach ihren eigenen Neigungen und Interessen erfüllen können', erläutert Oberstufenlehrer Andreas Leßmann das Projekt. Jeder Schüler habe sich ein Thema ausgesucht und einen Betreuer als Berater hinzugeholt. Ihrer Leidenschaft für Shetland-Ponys ließ Svea Tiegs freien Lauf. Sie beschäftigte sich bei ihrer Facharbeit mit dem Bau eines Stalls für ihre Lieblinge. 'Ich reite selber, mein Vater ist Tierarzt und meine Familie züchtet Pferde', erklärt die Schülerin ihre Affinität zu diesen Tieren.

Auf die Idee gekommen sei sie, als sie ein Shetland-Pony verwahrlost bei einem Pferdehändler im Matsch stehen sah. In ihrer Facharbeit dokumentiert Svea Tiegs neben den Arbeitsschritten zum Stallbau ihre eigenen Erfahrungen sowie Krankheiten, Zucht und Haltung der Tiere. Genauso akribisch stürzten sich auch Daniel Callsen-Bracker und Lars Schmöcker in ihre Arbeiten. Lars Schmöcker beschäftigte sich als passionierter Weintrinker mit der Herstellung von Apfelwein.

'Ich wollte herausfinden, wie Wein produziert wird und welche chemischen und physikalischen Prozesse dabei eine Rolle spielen', erklärt Schmöcker, der mit dem Vergären des Obstes bereits im Oktober 2009 angefangen hatte. Indische Küche lautete das Thema für Daniel Callsen-Bracker. Der Zwölftklässler hat sich zwar früh aufs Kochen festgelegt, aber erst im Nachhinein auf diese fernöstliche Art des Kochens. 'Zuerst wollte ich ein eigenes Kochbuch entwerfen. Das habe ich aber schnell verworfen, weil die es die meisten Gerichte schon in vielen Variationen gibt',erklärt Daniel.

Um Assoziationen und Verbindungen zwischen Mensch und Baum ging es Djuna Ullmann bei ihrer Facharbeit. 'Es erstaunt mich immer wieder, wie widerstandsfähig und mächtig Bäume sein können, sagt die 18-Jährige, die sich intensiv mit dem Organismus der Bäume beschäftigte und ein selbst gebautes Regal präsentierte.

Auch die anderen Arbeiten konnten sich sehen lassen. In Aufführungen und Vorträgen wurden die Besucher mit Themen wie Tortenkunst, Eurythmie, Graffitikunst, Farbenlehre, Aids oder Ergotherapie unterhalten. Zoe Bohlmann-Bertzbach referierte über die Kunst des Dirigierens, Yannick Stawicki über Versuche in der Mikrowelle und Maleen Harlan über die Gebärdensprache. 'Das war eine gelungene Veranstaltung. Die Schüler haben ihre Sache gut gemacht', lobte Leßmann seine Schützlinge.

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