Suchtpräventionsspiel Release ehrt Gewinner

10 508 von 13 775 Punkte hat der 16-jährige Mouayad Almwaisati bei dem Suchtpräventionsspiel vom Verein Release zu deren 50-jährigen Bestehen erreicht. Damit ist er Erster und hat 250 Euro gewonnen.
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Release ehrt Gewinner
Von Micha Bustian

Der Vater von Mouayad Almwaisati schaut herüber zu seinem Sohn und lächelt. Stolz? „Ja“, antwortet er. Stolz auf seinen Filius, der im Suchtpräventionsspiel des Vereins Release die höchste Punktzahl erreichte. Das Netzwerk psychosozialer Hilfen mit Hauptsitz in Stuhr hatte diesen Wettstreit anlässlich seines 50-jährigen Bestehens aufgerufen. Die eigentlich geplanten Feierlichkeiten mussten aufgrund der Corona-Pandemie verschoben werden, so Patrick Ehnis, Fachberater für Suchtprävention bei Release. Er überreichte Mouayad Almwaisati am Mittwoch den Gewinn: satte 250 Euro.

Als langsam durchsickerte, dass das Jubiläum von Release nicht entsprechend gefeiert werden konnte, stellte sich nicht nur bei Patrick Ehnis die Frage: „Was machen wir?“ Die Idee: ein digitales Suchtpräventionsspiel über die Handy-App „Actionbound“. Denn: „Es ist schwer, an die Schulen zu kommen.“ Doch diese Idee zündete. Es galt, Quizfragen zu den Themen Tabak, Alkohol, Drogen und Spielsucht zu beantworten, dazu hatte Release Rechercheaufgaben gestellt, die die Schüler über Tonspuren, Videos oder Fotos beantworten konnten.

Der 16-jährige Gewinner aus Syke ist Schüler an der Kooperativen Gesamtschule Kirchweyhe. Er gewann den Wettstreit mit 10 508 von 13 775 Punkten vor Ben Stanelis, ebenfalls 16 Jahre alt und Schüler an der KGS Kirchweyhe. Er sammelte „nur“ 169 Punkte weniger. Dritter wurde mit 10 009 Zählern Daniel Ahlers, ein 45-jähriger Produktmanager aus Vechta. Aufgrund der Corona-Pandemie wurden den Gewinnern die Preise vor ihrer Haustür ausgehändigt, teilte Release-Pressesprecherin Ilona Drescher mit.

Mouayad Almwaisati hat das Quiz mit seiner Klasse im Unterricht gespielt. „Eigentlich hatten wir Ausfall, aber dann hat uns unsere Klassenlehrerin ein Blatt mit Fragen geschickt“, erinnert sich der gebürtige Syrer. Sie hätten das Thema Drogen vorher im Unterricht behandelt und auch eine Klassenarbeit darüber geschrieben. Der Zehntklässler war also gut im Thema, obwohl er beteuerte: „Die Fragen waren wirklich schwierig.“

„Es ist gut, dass auf diesem digitalen Weg Suchtpräventionsthemen trotz Corona ihren Weg in einige Klassenzimmer gefunden haben“, findet Ehnis. Der Fachberater für Suchtprävention hat noch einen Tipp: „Nein sagen ist wichtig. Man muss Grenzen setzen.“ Dabei darf allerdings nicht zu kurz kommen, was Mouayad Almwaisati bei dem Gewinnspiel als Lebensmotto angegeben hat: „Spaß haben.“ Da kommen die 250 Euro gerade recht. Aber: Das Preisgeld will der junge Mann spenden. „Ich werde das Geld meinen Großeltern in Damaskus schicken“, sagte Mouayad Almwaisati. Ein Vorhaben, das seinen Vater sicherlich noch stolzer macht.

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