An der freien Version von „Romeo und Julia“ sind alle weiterführenden Schule Achims beteiligt

50 Schüler spielen tragische Lovestory

William Shakespeares Klassiker „Romeo und Julia“ gibt es demnächst in einer freien Version mit Rap-Elementen, Stockkampf- und Tanzeinlagen von Kindern und Jugendlichen der Achimer Schulen zu sehen. Am Freitag, 6. Juni, führen 50 Jungen und Mädchen das inklusive Theater-Film-Stück im Cato-Bontjes-van-Beek-Gymnasium (Cato) auf.
30.05.2014, 00:00
Lesedauer: 2 Min
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50 Schüler spielen tragische Lovestory
Von Esther Nöggerath

William Shakespeares Klassiker „Romeo und Julia“ gibt es demnächst in einer freien Version mit Rap-Elementen, Stockkampf- und Tanzeinlagen von Kindern und Jugendlichen der Achimer Schulen zu sehen. Am Freitag, 6. Juni, führen 50 Jungen und Mädchen das inklusive Theater-Film-Stück im Cato-Bontjes-van-Beek-Gymnasium (Cato) auf.

Die tragische Liebesgeschichte von „Romeo und Julia“ kennt wohl jeder – nicht aber die moderne Umsetzung des Theaterstücks von Schülern aus allen weiterführenden Achimer Schulen. In Kooperation mit dem Theaterwerk Albstedt haben die Erich-Kästner-Schule, die Helene-Grulke-Schule Langwedel, das Cato, das Gymnasium am Markt sowie die Haupt- und Realschule Achim ein inklusives Theater-Film-Projekt zu Shakespeares Drama erarbeitet.

50 Schüler aus den Klassenstufen 5 bis 8 treffen sich seit der vergangenen Woche nach dem Kernunterricht zum gemeinsamen Proben. Anfangs in vier Themengruppen unterteilt nach Streit, Familie, Liebe und dramatischem Ende, übten sich die Kinder in Stockkampf, Rap-Gesang, Tanz und szenischem Spiel. „Das alles wird zusammengesetzt wie ein Puzzle“, berichtet Schulleiterin Anke Kastenschmidt von der Erich-Kästner-Schule. Eine Art Szenecollage, angereichert mit Filmelementen solle daraus entstehen. Für die Schulleiterin ist das Projekt auch jetzt schon ein voller Erfolg. „Die Schüler machen das spitze“, freut sich Kastenschmidt. Alle seien sehr zuverlässig und motiviert bei der Arbeit. „Wir merken auch, dass die Schüler danach im Unterricht viel präsenter sind.“ Die Rektorin sieht das gemeinsame Theaterspielen auch als Möglichkeit der Begegnung: „So kommen auch mal Schüler in Kontakt, die sonst nichts miteinander zu tun haben.“

Betreut und unterstützt werden die Schüler dabei von fünf Pädagogen des Theaterwerks Albstedt. „Vieles wird über Bewegung und Körpersprache ausgedrückt“, erzählt Corinna Schmelter-Pourian, Leiterin des Theaterwerks. Bei der Aufgabenverteilung werde auch immer Rücksicht genommen auf die jeweiligen Interessen oder Talente der Jungen und Mädchen.

Die modernen Elemente kommen bei den Schülern gut an: Der 13-jährige Welat ist begeistert vom Stockkampf. Sein Mitschüler Manuel ist da anderer Meinung: „Ich finde das Rappen am besten“, so der 15-Jährige. Er schreibe auch privat Texte und übe sich im Sprech-Gesang. Von den vorgegebenen Stücken des Theaterpädagogen Kian Pourian ist er aber nicht hundertprozentig überzeugt: „Die sind zu langsam“, beschwert sich der Schüler. Auch wenn er weiß, dass das eben notwendig ist, damit die Zuschauer den Text noch verstehen können.

Seit einigen Jahren schon arbeitet die Erich-Kästner-Schule mit dem Theaterwerk zusammen und hat bereits drei Projekte organisiert. „Romeo und Julia“ ist aber die erste Aktion, bei dem sich auch die anderen weiterführenden Schulen aus Achim beteiligen. Gefördert wird das Projekt von Aktion Mensch und der Lokalen AG Achim.

Premiere des Theaterstücks feiert die Truppe am Freitag, 6. Juni, um 10.30 Uhr in der Aula des Cato-Gymnasiums. Außerdem wird es eine Aufführung in den Räumen des Theaterwerks in Albstedt an der Albstedter Straße 29 geben. Karten für die Vorstellung müssen bei der Erich-Kästner-Schule im Sekretariat reserviert werden unter Telefon 0 42 02 / 8 83 20.

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