Wulsbütteler Rat spricht sich für Teilsanierung aus 5000 Euro für die "Alte Schule"

Von Andreas Palme
22.03.2011, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Andreas Palme

Wulsbüttel. Der Gemeinderat Wulsbüttel wird 5000 Euro als "Startfinanzierung" in die "Alte Schule" stecken. Damit sollen der Keller schimmelfrei gemacht und der erste Stock isoliert und verschlossen werden. Diesen Beschluss fasste der Rat auf der jüngsten Sitzung. Damit lehnte die Versammlung den Vorschlag des Bürgermeisters Hannes Mahlstedt ab, die gesamten Rücklagen zum Abbruch des Gebäudes in die Sanierung zu stecken.

Mahlstedt warb für den Erhalt des alten Hauses. "Es ist ein historischer Bestandteil des Ortskerns und kann für wenig Geld erhalten und genutzt werden", sagte der Bürgermeister. Statt die 25000 Euro für den Abbruch auszugeben, möchten Hannes Mahlstedt und einige Einwohner die Summe in eine Renovierung stecken. Doch die Ratsmehrheit wollte der Argumentation des Bürgermeisters nicht folgen. "Warum musste der Kindergarten vor Jahren wegen des Schimmelpilzes so plötzlich ausziehen, wenn eine Sanierung nur 2000 Euro kostet", fragte Ratsmitglied Charly Schlüterbusch. "Ich werde jedenfalls kein Geld mehr in die Alte Schule stecken", betonte Schlüterbusch. Die Kosten für einen Weiterbetrieb des Hauses wären zu hoch, es ist ein schöner, neuer Kindergarten in Wulsbüttel entstanden. Vielen Ratsmitgliedern fehlt außerdem ein schlüssiges Nutzungs- und Betriebskostenkonzept, in dem die Ausgaben gerechtfertigt werden. Schließlich einigte sich der Rat auf die

Bewilligung von 5000 Euro zur Erhaltung der Bausubstanz.

Aus der Zuhörerschaft lobte Tobias Böttcher das Konzept des Bürgermeisters und forderte weitere Wulsbütteler auf, sich für den Erhalt der "Alten Schule" stark zu machen. "Ich kenne den Zustand der Bausubstanz und denke, eine Renovierung lohnt sich", sagte Böttcher.

Hauptsitzungspunkt war aber die Abstimmung über den Haushalt der Gemeinde. Der Verwaltungshaushalt sieht Ausgaben von 1,35 Millionen Euro vor. Dem stehen nur Einnahmen von 1,29 Millionen gegenüber, der Vermögenshaushalt ist mit 10500 Euro ausgeglichen. Die Einnahmen bestehen aus den Grundsteuern A/B mit 664000 Euro, der Einkommenssteuer in Höhe von 572000 Euro und der Gewerbesteuer mit 300000 Euro. Aber dieses Geld bleibt ja nicht in der Gemeinde. Es fließt als Ausgaben in den Kreis (461000 Euro) und die Samtgemeinde (523300 Euro).

Solider Haushalt

"Wir haben einen soliden Haushalt aufgestellt", meinte der Ortsbürgermeister, "die Konsolidierungsbemühungen sind ausgereizt". So wurde der Haushalt bei einer Gegenstimme angenommen. Ratsherr Schlüterbusch wollte die Ausgaben für die "Alte Schule" nicht mittragen und lehnte den Haushalt ab.

Darüber hinaus hat der Rat die Sanierung der Straßenbeleuchtung beschlossen. "Wir sollten die Fördermittel zur Umstellung der Straßenbeleuchtung auf Energiesparlampen nutzen", regte Ratsmitglied Charly Schlüterbusch an. Der Gemeinderat beschloss daraufhin die Erhöhung des Titels "Unterhaltung der Straßenbeleuchtung" um 5000 auf 11000 Euro. Durch den Austausch entstehen Kosten von 90 Euro pro Lampe, es werden aber 35 Euro pro Jahr bei den Energieausgaben eingespart. So haben sich die Lampen in nur drei Jahren bezahlt gemacht. "Diese Maßnahme fördert die Nachhaltigkeit und senkt Energiekosten", lobte Bürgermeister Mahlstedt den Ratsbeschluss.

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