Freiwilligen-Zentrum Tarmstedt zeichnet „Ehrenamtliche des Jahres 2013“ aus 600 Stunden Arbeit ohne Lohn

Bei der Tarmstedter Ausstellung und beim Hurricane-Festival, beim Reitturnier und beim Rock-den-Lukas ist Denise Kahn dabei – nicht als Besucherin, sondern als ehrenamtliche Helferin der DRK-Bereitschaft. Fast 600 Stunden hat sie im vergangenen Jahr geleistet. Jetzt wurde sie als „Ehrenamtliche des Jahres 2013“ geehrt. Mit dem Titel dürfen sich auch andere Freiwillige wie Klaus Holsten, der sich in der Kirche engagiert, und Hausaufgaben-Helfer Rolf Bader schmücken.
07.07.2014, 00:00
Lesedauer: 3 Min
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Von Sabine von der Decken

Bei der Tarmstedter Ausstellung und beim Hurricane-Festival, beim Reitturnier und beim Rock-den-Lukas ist Denise Kahn dabei – nicht als Besucherin, sondern als ehrenamtliche Helferin der DRK-Bereitschaft. Fast 600 Stunden hat sie im vergangenen Jahr geleistet. Jetzt wurde sie als „Ehrenamtliche des Jahres 2013“ geehrt. Mit dem Titel dürfen sich auch andere Freiwillige wie Klaus Holsten, der sich in der Kirche engagiert, und Hausaufgaben-Helfer Rolf Bader schmücken.

Mit 2,8 Millionen Ehrenamtlichen gehört Niedersachsen zu den Spitzenreitern in der Bundesrepublik. Nicht unmaßgeblich ist daran die Samtgemeinde Tarmstedt beteiligt. „Man muss hier nicht lange nach Ehrenamtlichen suchen,“ sagte Matthias Nettsträter, Leiter des Freiwilligen-Zentrums, zum Engagement in der Samtgemeinde. Mit Unterstützung der Zevener Volksbank und der Samtgemeinde zeichnete das Freiwilligen-Zentrum zum zweiten Mal Ehrenamtliche des Jahres aus.

Die Beweggründe sind unterschiedlich, aber alle haben eines gemeinsam: das Bedürfnis, etwas für andere zu tun – das ist die Motivation für ehrenamtliche Arbeit. 23 Vorschläge aus Institutionen, Vereinen und Gemeindeverwaltung für die Wahl zum Ehrenamtlichen des Jahres 2013 gingen in diesem Jahr bei Matthias Nettsträter ein. Zum zweiten Mal bedankte sich das Freiwilligen-Zentrum Tarmstedt für deren freiwilliges und unentgeltliches Engagement durch die Verleihung der Urkunde zum „Ehrenamtlichen des Jahres“. In einer Feierstunde im Tarmstedter Feuerwehrhaus erlebten engagierte Tarmstedter eine Würdigung ihrer freiwillig geleisteten Arbeit. Ziel der Aktion sei es, das Engagement öffentlich zu machen, es zu fördern und hervorzuheben, erklärte Nettsträter.

Im Gegensatz zum vergangenen Jahr richtete sich die Einladung des Freiwilligen-Zentrums diesmal an alle, die für den Titel „Ehrenamtlicher des Jahres 2013“ vorgeschlagen wurden. Als Würdigung ihrer geleisteten Arbeit erhielten die Tarmstedter neben einer von der Landesregierung ausgestellten Urkunde Eintrittskarten für das Werder-Museum. Armin Springwald, zweiter stellvertretender Samtgemeindebürgermeister, war stolz auf die große Zahl der Ehrenamtlichen in der Gemeinde und zufrieden mit der Würdigung ihres Engagements. Ein Dankeschön kam auch von Stefan Heibel von der Zevener Volksbank.

Bei der Tarmstedter Ausstellung, beim Hurricane-Festival, beim Reitturnier und beim Rock-den-Lukas-Festival engagiert sich Denise Kahn als ehrenamtliche Helferin des DRK-Bereitschaftsdienstes. Auf fast 600 Stunden unentgeltlicher Arbeit kam sie im vergangenen Jahr. Dafür erhielt sie nun die Auszeichnung „Ehrenamtliche des Jahres 2013“ im Bereich Jugend. Mit 16 Jahren trat Denise Kahn den Dienst im DRK an. War sie vor ihrem Ehrenamt noch unsicher bei der Wahl ihres Berufs, so machte das Ehrenamt ihr klar, dass ihre Zukunft im medizinischen Bereich liegen wird. Ab September beginnt ihre Ausbildung zur Krankenpflegerin in Stade.

Klaus Holsten liegt das Ehrenamt im Blut – schon sein Vater engagierte sich bürgerschaftlich. Gefühlt „seit immer“ ist er in die Arbeit der Kirchengemeinde Wilstedt/Tarmstedt eingebunden. Mit dem Titel „Ehrenamtlicher des Jahres 2013“ wurde sein jahrelanges Engagement gewürdigt. Holsten ist davon überzeugt, dass in der Kirche viele Dinge ohne ehrenamtliche Helfer nicht machbar wären. Das Gefühl für Gemeinsinn und das Bedürfnis nach freiwilligem Engagement gab er an die jüngere Generation weiter. Wichtig ist für ihn die öffentliche Würdigung und Benennung der ehrenamtlichen Tätigkeit.

Öffentliche Würdigung wichtig

Stellvertretend für das Team der Hausaufgabenhilfe in der Grundschule Tarmstedt nahm Rolf Bader die Urkunde der Landesregierung entgegen. Seit vielen Jahren sind die Ehrenamtlichen in der Hausaufgabenhilfe tätig. In Spitzenzeiten betreuen Gabriele Röstel, Inge Sabaschus, Anja Ristok, Hanna Bäsler, Rolf Bader und Peter Hildebrand 14 Kinder bei den Aufgaben. Doch die Aufgabe gehe über reine Hausaufgabenhilfe hinaus, erklärte Bader. Ein großer Bedarf im Bereich der Grundschule und nur wenige ehrenamtliche Helfer waren die Triebfedern für Bader, sich zu engagieren. Seit vier Jahren unterstützt er zweimal pro Woche Tarmstedter Grundschüler bei den Hausaufgaben.

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