Ergotherapie-Schule in Lesum Ab sofort weniger Schulgeld

Bisher mussten die Schüler der Fachschulen für Ergotherapie, Physiotherapie und Logopädie in Bremen ihre Ausbildung mit Schulgeld selbst zahlen. Jetzt ändert sich ihre Situation.
27.09.2018, 18:02
Lesedauer: 2 Min
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Ab sofort weniger Schulgeld
Von Julia Ladebeck

Bremen-Nord. Sie haben immer wieder demonstriert und Flashmobs organisiert. Mit ihrem langen Kampf für eine bessere finanzielle Situation hatten Schüler der Fachschulen für Ergotherapie, Physiotherapie und Logopädie in Bremen jetzt Erfolg. In einer Pressemitteilung teilte Eva Quante-Brandt, Senatorin für Wissenschaft, Gesundheit und Verbraucherschutz (SPD), mit, dass der Einstieg in die Schulgeldfreiheit für therapeutische Ausbildungsberufe erreicht wurde. Für die Schüler der Fachschule für Ergotherapie der Bremer Heimstiftung, die in Lesum auf dem Gelände der Stiftung Friedehorst angesiedelt ist, bedeutet das: Statt 350 Euro Schulgeld pro Monat zahlen sie mit Beginn des neuen Ausbildungsjahrs ab 1. Oktober 206,76 Euro.

Insgesamt profitieren an der Lesumer Schule 46 Schüler von der neuen Regelung. 22 Schüler beginnen am 1. Oktober ihre dreijährige Ausbildung an der Schule in Friedehorst. 17 Schüler beenden sie dort zum Ende dieses Monats. Die neue Regelung gilt nach Angaben der Schule zunächst für drei Monate, also bis Ende des Jahres. Wie es danach weitergeht, ist in der Schule noch nicht bekannt. Nach Angaben von Christina Selzer, Sprecherin der Gesundheitssenatorin, hängt das mit Verhandlungen zusammen, die derzeit mit den Krankenkassen geführt werden. Ziel sei langfristig die volle Schulgeldfreiheit. Es sei mit den Kassen bereits eine Einigung darüber erzielt worden, dass zwei der insgesamt vier Schulen in Bremen – die Physio- und Ergotherapieschulen der Mobilen Reha Bremen GmbH – ab Anfang 2019 schulgeldfrei sind.

In der Pressemitteilung wird Quante-Brandt mit den Worten zitiert: "Ich hoffe sehr, dass wir alle Kassen davon überzeugen können, sich auch an der Schulgeldfreiheit für die beiden anderen Schulen zu beteiligen, damit wir eine Lösung für alle Auszubildenden haben. Denn wir brauchen die Fachkräfte dringend. Die finanzielle Last der Ausbildung darf nicht allein auf ihren Schultern liegen. Wir möchten ja erreichen, dass sich mehr Menschen dafür entscheiden, einen Therapieberuf zu erlernen.“ Die Absenkung des Schulgelds zum 1. Oktober wird laut Gesundheitssenatorin durch einen Zuschuss des Landes in Höhe von insgesamt 125 000 Euro an die Schulen abgesichert. Die Absenkung richte sich nach der Höhe des jeweiligen Schulgeldes, das an den vier Schulen sehr unterschiedlich sei.

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