Schicksal der SG liegt in den Händen der HF Springe Achim/Baden muss siegen und hoffen

Achim. Der HC Aschersleben Alligators steht seit Sonnabend als Meister der Handball-Regionalliga fest. Dass gleichzeitig im Abstiegskampf eine Vorentscheidung gefallen ist, hat mittelbar mit dem Geschen an der Tabellenspitze zu tun. Wie viel werden die Springer Handballfreunde, so die bange Frage aus Sicht der SG Achim/Baden, am letzten Spieltag noch in die Begegnung bei der TG Münden investieren, wo der Meisterschaftszug für das Team um Spielertrainer Sven Lakenmacher nun abgefahren ist?
26.04.2010, 03:50
Lesedauer: 2 Min
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Von Michael Schön

Achim. Der HC Aschersleben Alligators steht seit Sonnabend als Meister der Handball-Regionalliga fest. Dass gleichzeitig im Abstiegskampf eine Vorentscheidung gefallen ist, hat mittelbar mit dem Geschen an der Tabellenspitze zu tun. Wie viel werden die Springer Handballfreunde, so die bange Frage aus Sicht der SG Achim/Baden, am letzten Spieltag noch in die Begegnung bei der TG Münden investieren, wo der Meisterschaftszug für das Team um Spielertrainer Sven Lakenmacher nun abgefahren ist?

Achim/Baden aber braucht beim Saisonfinale (alle Spiele beginnen am 1. Mai um 18 Uhr) einen Sieg der HF Springe in der Drei-Flüsse-Stadt, nachdem ein beim Ergebnisdienst 'SIS-Handball' lange unkorrigiert gebliebener Übermittlungsfehler zunächst die trügerische Hoffnung geweckt hatte, Einheit Halle hätte die Partie in Glinde verloren. Tatsächlich gewannen die Saalestädter das Sachsen-Anhalt-Derby mit 35:32 und durften die Drittliga-Qualifikation feiern. Achim wiederum kann allenfalls noch an der TG Münden vorbeiziehen, die in Fredenbeck unterlag und mit einem Vorsprung von einem Punkt und 14 Toren ins Ferndudell mit den Schützlingen von Trainer Tomasz Malmon geht. Die spielen in eigener Halle gegen Glinde, müssen siegen und hoffen, dass Münden verliert.

Vergebene Konterchancen

'Wir haben noch eine Chance und werden alles geben, um nicht abzusteigen', versicherte Malmon, nachdem er einige Zeit gebraucht hatte, um die 31:39-Niederlage beim SV Beckdorf zu verdauen. Zwar war die Ausgangssituation der Spielgemeinschaft schon vor Antritt der Reise in den Landkreis Stade ausgesprochen ungünstig gewesen, hatten sich doch mit Matthias Köhnecke und Patrick Denker zwei der wichtigsten Akteure vor dem Showdown gegen die vor diesem Spiel auch noch nicht geretteten Beckdorfer verletzt. Dennoch zeigte sich Malmon einigermaßen enttäuscht davon, wie seine Mannschaft sich in diesem wichtigen Match präsentierte. Das galt vor allem von der Art und Weise, wie Achim/Baden großartige Gegenstoßchancen liegen ließ. So geschehen unmittelbar vor der Pause nach einer Klasseparade Björn Scholvins. Der Torwart leitete umgehend einen schnellen Balltransport ein, doch dann wurde der Angriff aus der aussichtslosen Entfernung von etwa zwölf Metern abgeschlossen, und

Beckdorf konnte mit einem komfortablen 20:16-Vorsprung in die Halbzeit gehen. Scholvin wies dabei auf einen gravierenden Nebeneffekt der verpulverten Gegenstoßchancen hin. 'Auf diese Weise haben wir das Beckdorfer Publikum richtig gepusht.'

Dabei brauchte das Team um Mannschaftsführer Cord Katz die einfachen Konter-Tore, da Beckdorfs Abwehr aus dem gebundenen Spiel heraus nur schwer zu knacken war. Trainer Uwe Inderthal hatte seinem alten Verein eine 6:0-Abwehr entgegengestellt, mit einer leicht offensiven Öffnung hin zum längsten Achimer Rückraumschützen, Malvin Patzack.

Während der Ex-Habenhausener sich damit längst nicht so in Szene setzen konnte wie vor Wochenfrist in Neerstedt, hatte die Achimer Abwehr jede Menge Probleme mit den Leistungsträgern der Gastgeber, allen voran mit Mario Allendörfer. Der Ex-Achimer, der nach seinem Ausschluss gegen Köthen überraschend nur für ein Spiel gesperrt worden war, riss immer wieder Lücken und schuf so Freiräume, die vor allem von Kreisläufer Markus Bowe und Linksaußen Michael Krupski (jeweils sechs Tore) gut genutzt wurden. Malmon versuchte alles, um dem Beckdorfer Angriff die Durschlagskraft zu nehmen, ließ mal Allendörfer (acht Tore), mal Stefan Völkers (9/2 Tore), mal beide Rückraumspieler in Kurzdeckung nehmen. 'Wir hatten auf jede Deckungsvariante der Achimer eine Antwort', frohlockte Inderthal, dessen Mannschaft noch gegen Einheit Halle spielt. Diese Partie ist nun für den Abstiegskampf bedeutungslos. Achim muss den Blick nach Hann.-Münden richten.

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