Handball-Regionalliga: Ein Sieg in Neerstedt ist nötig, damit aus dem Rettungsanker kein Strohhalm wird

Achim/Baden zwischen Hoffen und Bangen

Achim. Glückt der SG Achim/Baden das Break im Kampf gegen den Abstieg aus der Regionalliga? Neben den Handballern um Kapitän Cord Katz, die heute (19.30 Uhr) beim TV Neerstedt antreten müssen, haben auch drei der vier noch mitbedrohten Vereine, TG Münden, Einheit Halle und SV Beckdorf, Auswärtsaufgaben zu lösen, was die Achimer Chancen, noch vom verhängnisvollen elften Platz wegzukommen, zunächst einmal günstiger erscheinen lässt.
16.04.2010, 22:50
Lesedauer: 2 Min
Zur Merkliste
Von Michael Schön

Achim. Glückt der SG Achim/Baden das Break im Kampf gegen den Abstieg aus der Regionalliga? Neben den Handballern um Kapitän Cord Katz, die heute (19.30 Uhr) beim TV Neerstedt antreten müssen, haben auch drei der vier noch mitbedrohten Vereine, TG Münden, Einheit Halle und SV Beckdorf, Auswärtsaufgaben zu lösen, was die Achimer Chancen, noch vom verhängnisvollen elften Platz wegzukommen, zunächst einmal günstiger erscheinen lässt.

Denn am vorigen Wochenende punkteten neben dem Neuling auch die genannten Konkurrenten, jeweils in eigener Halle. Für einige Mannschaften steht zum Serienende hin eben mehr auf dem Spiel als für andere. Wenn aber beispielsweise Einheit Halle zu der bereits abgestiegenen HSG Wolfen reisen muss, dann müssen die Saalestädter sich auf eine immer noch hoch motivierte Heimmannschaft gefasst machen. Darauf setzt auch der Achimer Torwart Björn Scholvin: 'Die Duelle in den neuen Bundesländern haben immer eine besondere Brisanz. Wolfen ist nach einigen Verletzungsausfällen wieder komplett und könnte uns helfen!'

Mario Allendörfer gesperrt

Helfen könnte den Achimern auch der Ausschluss, den sich der Ex-Achimer und jetzige Beckdorfer Mario Allendörfer für eine an dem Köthener Sebastian Retting verübte Tätlichkeit eingehandelt hat. Der nachverpflichtete Rückraumspieler, mit dem Uwe Inderthals Mannschaft zur erfolgreichsten der Rückrunde avancierte, wurde für zwei Spiele gesperrt und wird auch im Beckdorfer Heimspiel gegen die SG Achim/Baden am übernächsten Wochenende fehlen.

Zunächst einmal ist die SG Achim/Baden aber zur Selbsthilfe verpflichtet, damit aus dem Rettungsanker, nach dem sie greift, kein Strohhalm wird. Sechs Punkte aus den letzten drei Spielen müssen her. Doch dazu muss die Mannschaft schon über den eigenen Schatten springen. Zur Erinnerung: In den zurückliegenden elf Auswärtsspielen konnte kein Sieg eingefahren werden. Und Achim/Baden hat noch zwei Auswärtsspiele und nur noch beim Saisonfinale gegen Eintracht Glinde Heimvorteil.

Erschwerend für den Aufsteiger kommt hinzu, dass Patrick Denker sich am vergangenen Wochenende beim 38:30 gegen den HSV Naumburg-Stößen eine Knieverletzung zugezogen hat und für den Rest der Saison ausfallen dürfte. Einzige Linkshänder-Alternative zu Denker ist Daniel Hoppe. Gegen Naumburg-Stößen ließ Malmon nach der Pause stets drei Rechtshänder im Rückraum agieren. Neben Mittelmann Block-Osmers wechselten sich Tobias Freese, Benjamin Janssens und Malvin Patzack in der Fernwurfzone ab.

Für Achim/Baden spricht in Neerstedt, dass die Mannschaft mit dem Rücken zur Wand steht und diese Drucksituation vor allem dank ihrer Führungsfiguren, die in der 2. Bundesliga Stressresistenz erworben haben, in positive Energie umwandeln kann.

Bei Neerstedt hat sich die letzte Hoffnung auf die Drittliga-Qualifikation am vergangenen Wochenende in Halle zerschlagen. Ein Siebenmeter in der Schlussminute besiegelte die 38:39-Niederlage der mit Achim aufgestiegenen Niedersachsen.

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+