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Ensemble von "Völk'ser Platt" bietet seinem Stammpublikum mal wieder "Een kommodigen Avend"
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Alle Ehrenmänner können dazulernen

Susanne Ehrlich 10.01.2011 0 Kommentare

Als Baggerführer Manni Fehling am Freitagabend nach Hause kommt, ist nichts so wie sonst. Seine Frau ist nicht da, sie muss bei ihrer Mutter Krankenschwester spielen, und seine Skatfreunde sagen auch alle beide ab - zum ersten Mal seit vielen Jahren. Also raus aus den Klamotten, rein in den Pyjama und der "kommodige Avend" vor der Glotze kann starten.

Da klingelt es an der Tür. Monas Freundin, die resolute Beamtenwitwe Caroline (Erika Schorling) marschiert stracks bis in die Küche und fragt Manni auch noch, warum er eigentlich hier sei. Aber der braucht gar nicht erst anfangen, sich zu wundern, denn nun geht es Schlag auf Schlag: Hanna Stern (Linda Strepkowski), Verkaufsgenie mit guten Verbindungen nach Fernost, Floristin Lucy (Rieke Aßmann), Dessous-Verkäuferin Emily (Jana Wöhler), Lehrerin Katharina (Inga Henke) und Fleischereiverkäuferin Jasmin (Jana Howe) schleppen Tüten und Taschen herein - ihre freitägliche Kitchen-Party sollte doch heute bei Mona stattfinden. Und die hat vor lauter Aufregung vergessen, abzusagen, als ihre Mutter von der Treppe gestürzt ist.

So, nun mal kurz überlegt: Was tun? Die Frauen im Saal überlegen mit. Was hätte der Ihre wohl getan? Na klar, den ganzen Haufen mehr oder weniger freundlich rauskomplimentiert. Aber Manni ist ein ganz Gutmütiger, und wohl auch nicht allzu fix. Sie ernennen ihn zur "Frau honoris causa", und nun darf er bei all ihren Weibergesprächen dabei sein und sogar seinen Senf dazugeben.

Jetzt wird erstmal ein Cocktail zubereitet, dann im Wok lecker gekocht, und Manni wirkt zum ersten Mal in 21 Ehejahren aktiv in seiner Küche mit. Zwar müssen ihm die fremden Frauen zeigen, wo alles steht - doch am Ende ist er ist bannig stolz auf sein selbst gekochtes chinesisches Essen mit so exotischen Gewürzen wie Koriander und Ingwer. Wo er sonst doch sogar auf Mallorca Schweinesteak mit Blumenkohl bestellt! Den Wok hat Hanna organisiert - die weibliche Antwort auf den sommerlichen Grill-Wahn kann bei ihr frei Haus bestellt werden. Manni muss den Grill-Trieb zwar verteidigen - "Das ist eben in uns drin, der Jäger schleppt das Fleisch ran" - aber mit ihrer köstlichen Grill-Pantomime, mit der sie die heldenhaften Würstchen-Jäger samt ihrer verkohlten Beute auf die Schippe nimmt, hat Rieke Aßmann die Lacher auf ihrer Seite.

Als Dessert Dessous auf den Tisch

Und nach dem Essen geht es erst richtig zur Sache: Jetzt werden Dessous auf den Tisch gepackt; bei der Anprobe darf Manni auch mal fühlen (nur hinten, versteht sich) und lernt dabei nicht nur eine ganze Menge über Sinn und Zweck von Push-Ups und Strings, sondern erfährt ganz nebenbei, dass auch seine Angetraute so was im Schapp liegen hat. Und da kann er sich nur noch verwundert am Kopf kratzen! Und noch schlimmer: Die gibt es sogar für Männer! Ob sowas denn wohl richtig wärmt?

Dann muss Manni sich als Versuchs-Kaninchen für Herren-Parfüms hergeben - der Duft der großen weiten Welt erfüllt die kleine Küche. Zuletzt probieren die Frauen noch Klamotten aus dem Kleidersack - nach dem Auszug ihrer Tochter hat Emily ausgemistet - und danach ziehen sie ab mit Sack und Pack und hinterlassen Manni die Aufräumarbeit; für eine "Frau ehrenhalber" ja wohl kein Problem. Die Anprobe zieht sich ein wenig in die Länge, ebenso wie die Kocherei, doch die Dialoge sind frech und witzig, und nicht nur der Herr im Team, sondern auch alle sechs Damen spielen mit Fantasie, toller Ausdruckskraft und vielen spaßigen Einfällen.

Fazit: Wenig äußere Handlung, doch die innere hat es in sich, und sicher nicht nur Manni kann danach seine Ehe mit ganz neuen Augen sehen. Er hat sogar heimlich einen Herrenstring dabehalten!

Viel Spaß mit scharfen Frauensachen gibt es im Gasthaus "Zur Post" in Völkersen noch am Mittwoch, 12. und 19. Januar, und Sonnabend, den 15. Januar jeweils um 19.30Uhr sowie Sonnabend, 22. Januar ab 15 Uhr zum Kaffee und an den beiden Sonntagen, 16. und 23. Januar, zum Frühstück ab 9.30 Uhr.

In Posthausen gibt es im ehemaligen Gasthof Bresak am 29. und 30. Januar noch zwei Aufführungen, die jeweils um 19.30 Uhr beginnen.


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Leserkommentare
rglaap am 22.10.2019 10:05
Höchste Zeit, dass mit diesem Humbug aufgeräumt wird. Es gibt seit 200 Jahren keine Beweise, dass H. wirkt, auch wenn heute in den Leserbriefspalten ...
Bremen-Fan am 22.10.2019 09:56
Da bin ich andere Meinung. Der Erfolg der Privatschulen zeigt nur die schlechte Arbeit der Bremer Bildungsbehörde auf.

Besser wäre, die ...