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Das neue Quartier nimmt Form an

Kai Purschke 29.08.2018 0 Kommentare

Direkt an der Bahnlinie wird derzeit nun doch wieder mit einem massiven Baukörper ohne Durchlässe geplant.
Direkt an der Bahnlinie wird derzeit nun doch wieder mit einem massiven Baukörper ohne Durchlässe geplant. (Christian Walter)

Achim. Noch im Dezember vergangenen Jahres, als der Investor W&S seine Pläne für die ehemaligen Lieken-Flächen in der nördlichen Innenstadt vorgestellt hat, fanden die Achimer Ratsleute es noch ganz charmant, dass statt an eine großformatige Riegelbebauung entlang der Bahnlinie an einzelne Gebäudekörper samt Durchgängen gedacht wurde. Diese Pläne sind, wie man seit der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Wirtschaft, Stadtentwicklung, Umwelt und Verkehr weiß, vorerst vom Tisch. W&S liebäugelt laut der aktuellen Planung, die unter Beteiligung der Stadt Achim und einzelner Fraktionsvertreter in einem Workshop entstanden ist, nun mit einem massiven, 150 Meter langen Riegel, der das dahinter liegende Gebiet vor Lärm schützen soll.

Und es gibt weitere Veränderungen: Wie der externe Planer Frank Schlegelmilch den Mitgliedern des Ausschusses erklärte, sollen nunmehr in dem gesamten Sanierungsgebiet zwischen 140 und 160 Wohnungen entstehen. Die in der Sitzung gezeigten Pläne enthalten 144 Wohnungen, von denen ein Fünftel, also knapp 30, geförderter Wohnraum sein sollen. Darüber hinaus führte Schlegelmilch aus, dass aktuell angedacht sei, dass die Waldheim-Werkstätten entgegen bisheriger Planungen nun doch nichts ins Erdgeschoss der geplanten Mobilitätsstation ziehen sollen. "Wir haben am Dienstagabend von diesem neuen Stand erfahren und freuen uns auf die Gespräche, die mit dem Investor im Herbst anstehen", erklärte die Stiftung Waldheim am Mittwoch auf Nachfrage.

Ursprünglich wollten die Waldheim-Werkstätten in der Mobilitätsstation eine Manufaktur betreiben und als Kümmerer ein Auge auf die Mobilitätsstation haben. Nun soll sie offenbar in dem Erdgeschoss des Gebäuderiegels unterkommen, die sozial geförderten Wohnungen darüber könnten von den Mitarbeitern bezogen werden. "Das ist der Nebeneffekt", pries Schlegelmilch die Variante an. Hinter der Riegelbebauung soll es neben den oberirdischen Stellplätzen eine Tiefgarage geben. "Für ein autoarmes Quartier", sagte Schlegelmilch. Aber wohl auch, um den Schlüssel von 1,35 Parkplätzen pro Wohnung einhalten zu können.

In Anlehnung an die ehemalige Brotfabrik und die alte Achimer Industrie soll roter Klinker an den Gebäuden zum Einsatz kommen und insbesondere der visualisierte künftige Blick vom neuen Kreisverkehr ins Quartier begeisterte den einen oder anderen Kommunalpolitiker – etwa Peter Bartram von den Grünen. "Das Quartier ist spannend und könnte wegweisend in der ganzen Bundesrepublik sein", sagte er.

Mit dem neuen Kreisverkehr, der die Zufahrt ins Quartier ermöglicht, würde auf etwa 800 Metern Länge der insgesamt dritte Kreisel an der Landesstraße 167 entstehen. Schlegelmilch betonte, dass alle Aspekte und gezeigten Bilder noch einem frühen Stadium entsprechen und letztlich Überlegungen darstellen. Und dennoch gibt es ein aktualisiertes und diesem Stand entsprechendes Modell des Quartiers, das sich interessierte Bürger fortan auf der dritten Etage des Achimer Rathauses anschauen können.

Peter Skrabs von W&S betonte aber auch, "dass wir später nicht gravierend von der derzeitigen Planung abweichen werden". Vielleicht schiebe man ein Fenster zeichnerisch noch nach rechts oder links, aber grundsätzlich befände sich das Gebiet bereits in der Vermarktung. Sobald der Bebauungsplan genehmigt sei und auch eine Baugenehmigung vorliegt, soll der Hochbau beginnen. Noch in diesem Herbst startet der Abriss, der etwa ein halbes Jahr in Anspruch nimmt. Danach sei eine Bauzeit von zwei bis zweieinhalb Jahren realistisch, zumal die Gebäude parallel hochgezogen werden sollen. Am 20. November soll dem Fachausschuss des Rates ein Vorentwurf zum Bebauungsplan vorgelegt werden.


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Michalek am 20.10.2019 17:37
Schüler brauchen keine Erhebungen und sie sollten nicht als Versuchskaninchen herhalten müssen.

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aguahorst am 20.10.2019 16:55
In der Nähe von Wilhelmshaven baut man neue Kavernen, um damit Geld zu verdienen. In Bremen will man sie verfüllen und stilllegen.....was passiert ...