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Bremer Herztage
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Der Motor des Lebens

Lars Köppler 18.02.2019 0 Kommentare

Jasmin Schierenbeck (links) und Deike Glatz (rechts) waren bei den Bremer Herztagen zuständig für Messungen des Körperfettanteils und des Body-Mass-Indexes.
Jasmin Schierenbeck (links) und Deike Glatz (rechts) waren bei den Bremer Herztagen zuständig für Messungen des Körperfettanteils und des Body-Mass-Indexes. (Björn Hake)

Er ist der wichtigste Muskel im Körper des Menschen. Rund drei Milliarden Mal schlägt das Herz im Laufe eines Menschenlebens und pumpt dabei etwa 250 Millionen Liter Blut durch den Körper – eine unglaubliche Leistung, mit der kein anderer Motor so schnell mithalten kann. Umso wichtiger ist die Gesundheit des Herzens, die Besucher des Einkaufszentrums Dodenhof am Freitag den ganzen Tag über kostenlos von Spezialisten aus der Gesundheitsbranche checken lassen konnten. Die Mitglieder der über Spenden finanzierten Stiftung Bremer Herzen waren mit ihrem Herzmobil angereist und hatten sich vor der Dodenhof-Sportwelt mit vier Mitmach-Stationen postiert.

Wie fit das eigene Herz und wie hoch das Herzinfarktrisiko ist, das wollten an diesem Tag mehrere Hundert Menschen wissen. Schon eine Viertelstunde vor dem offiziellen Beginn des Kardio-Rundgangs hatte sich eine lange Schlange bis zum Parkplatz des Centers gebildet. Am Empfang verteilte Annick Vern, die bei der Stiftung für Kommunikation und Marketing zuständig ist, die Checklisten an das überwiegend ältere Publikum. Die Generation „50 plus“ hatte bei diesem Thema offenbar den größeren Informationsbedarf. „Wir wollen Präventionsarbeit in der Herzgesundheit leisten und organisieren daher die Herztage immer in Einkaufszentren. Da sind wir direkt an den Menschen dran“, erklärte Vern und fügte hinzu: „Es lohnt sich, denn mit diesen Aktionen halten wir das Herzinfarktrisiko niedrig. Aber die Leute müssen auch etwas Zeit mitbringen.“

Die Versorgung der Herzpatienten habe sich in Deutschland dank vieler neuer Untersuchungs- und Therapieverfahren grundlegend verbessert, heißt es in dem im Dezember veröffentlichten Deutschen Herzbericht für 2018. Eine deutliche Senkung der Erkrankungshäufigkeit und Todesrate seien die Folge. Dennoch hätten die Herz-Kreislauf-Erkrankungen ihren Schrecken nicht verloren. Dem aktuellen Herzbericht zufolge sterben immer noch die meisten Menschen an den Folgen einer Herzerkrankung wie zum Beispiel einem Infarkt, einer Herzschwäche, einem Schlaganfall oder Bluthochdruck.

Gefährliches Körperfett

Thomas Webner möchte derweil auf keinen Fall zu den Opfern einer Herzerkrankung gehören. Der 58-Jährige hatte die Gunst der Stunde genutzt und sich ebenfalls in die lange Schlange eingereiht. „Ich habe gerade Cholesterin und Blutzucker testen lassen und habe sehr gute Werte“, berichtete der Etelser, bevor er sich unter die Fittiche von Jasmin Schierenbeck und ihrem Team vom Reha-Zentrum Bremen begab. Hier an der dritten Station drehte sich alles um den Körperfettanteil, Größe und Gewicht sowie dem Body-Mass-Index. „Je mehr Körperfett man hat, umso gefährlicher ist das für den Körper“, wusste Jasmin Schierenbeck zu berichten. Auch die Leber werde angegriffen, daher sei so eine Messung sehr sinnvoll, ergänzte die Physiotherapeutin, die sich mit ihrem Team auf die ambulante Rehabilitation von Herzpatienten spezialisiert hat.

Ebenfalls zum Angebot bei den Bremer Herztagen zählte die Überprüfung des Blutdrucks und der Pulsfrequenz sowie eine Ultraschallmessung der Halsschlagader. „Die meisten Menschen kommen wegen der Messung der Halsschlagader“, erklärte Annick Vern. Ärzte des Klinikums „Links der Weser“ konnten bei dieser Aktion messen, ob sich Cholesterinnester und andere Fette in die innere Wandschicht arterieller Blutgefäße eingelagert hatten oder relevante Verengungen der Blutgefäße vorlagen. Thomas Webner war auch vor dieser Station nicht bange. „Meine Halsschlagader habe ich kürzlich erst untersuchen lassen“, sagte der 58-Jährige, der sich zum Abschluss dieses umfangreichen Kardio-Checks die gemessenen Ergebnisse aufzeigen lassen und mit einem individuellen Risikoprofil den Heimweg antreten konnte.


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Leserkommentare
darkstarbremen am 21.10.2019 19:36
Endlich ein richtiger Ansatz in der Ausbildung. Das ist sehr zu fördern. Und was wird mit den anderen Studiengängen in der Pflege in Bremen?
darkstarbremen am 21.10.2019 19:31
Inwiefern wurden denn die Gehälter der Pflege in Kliniken gedrückt? Der TVÖD Pflege in den Kliniken wurde nicht gesenkt. Das ist auch richtig so. Nur ...