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Der nächste Meilenstein

Marius Merle 11.10.2019 0 Kommentare

Zahlreiche Eltern und Kinder verfolgten das Treiben auf dem Dach während des Richtfestes an der evangelischen Kita Ottersberg.
Zahlreiche Eltern und Kinder verfolgten das Treiben auf dem Dach während des Richtfestes an der evangelischen Kita Ottersberg. (Björn Hake)

Der Freitagnachmittag hat sich im Flecken Ottersberg zuletzt als Zeitpunkt für feierliche Anlässe etabliert. Nachdem im September bereits an zwei Freitagen in Folge in Posthausen und Quelkhorn Einweihungsfeiern von Kita-Anbauten auf dem Programm standen, hatte die Gemeinde an diesem Freitag zur Kita nach Ottersberg eingeladen. Eine Einweihung gab es dabei zwar dieses Mal nicht zu feiern, jedoch einen wichtigen Meilenstein auf dem Weg dorthin. Denn unter den Augen von zahlreichen Eltern und Kindern, die sich auch von dem immer wieder einsetzenden Nieselregen nicht stören ließen, stand das Richtfest auf dem Programm.

Wie es Tradition ist, wurde der Richtkranz gehisst, symbolisch die letzten beiden Nägel im Dachgerüst versenkt und nach dem Verkünden eines Richtspruches ein ordentlicher Schluck aus der Kornpulle genommen. Die Kinder trugen indes mit einer gesanglichen Einlage zum offiziellen Teil des Richtfestes bei. Der Flecken Ottersberg hat für das Projekt die Bauherrenfunktion übernommen, Grundeigentümer und Betreiber ist aber die evangelische Kirchengemeinde. Der Kopf hinter dem Projekt ist Architekt Peter Röndigs aus Rotenburg.

Durch die Erweiterung der Einrichtung entsteht Raum für zwei neue Gruppen – eine altersübergreifende Kita-Gruppe und eine Krippengruppe. Zusätzlich finden nach Fertigstellung ein weiterer Mitarbeiterpausenraum und ein barrierefreies WC dort Platz. Außerdem wird die gesamte Küche erweitert, da für das weiterhin vor Ort geplante Zubereiten der frischen Speisen die vorhandenen Kapazitäten nicht mehr ausgereicht hätten. 

Damit setzt der Flecken Ottersberg ein weiteres Projekt um, um mehr Betreuungsplätze zu schaffen. 2017 konnte an der Kita Duhnwisch und der in Fischerhude jeweils eine neue Gruppe geschaffen werden. Im vergangenen Jahr liefen Arbeiten an der Kita in Otterstedt, was wiederum die Gründung einer weiteren Gruppe zur Folge hatte. Und auch in Posthausen und Quelkhorn konnte durch die vollzogene räumliche Erweiterung das Betreuungsangebot ausgebaut werden. Jeweils 25 Plätze wurden dadurch ermöglicht.

Nach der Fertigstellung des Erweiterungsbaus an der Kita Ottersberg können sogar 40 weitere Mädchen und Jungen betreut werden. Wie Heiko Szczesny, Projektleiter Bau beim Flecken Ottersberg, im Rahmen des Richtfestes berichtete, entstehen so in der Gemeinde zwischen 2017 und 2020 rund 140 zusätzliche Plätze in den Kitas. „Das ist der Hammer, da hat Ottersberg echt was gemacht“, betonte er.

Dafür hat die Gemeinde aber auch den ein oder anderen Euro investieren müssen. Für die Erweiterungsarbeiten an den Kitas Otterstedt, Quelkhorn, Posthausen und Ottersberg entstanden beziehungsweise entstehen noch Gesamtkosten von etwa 2,5 Millionen Euro. Glücklicherweise muss der Flecken Ottersberg diesen Betrag nicht alleine stemmen. Für die Maßnahmen in Quelkhorn (rund 750 000 Euro) und Posthausen (rund 700 000 Euro) hat es zwar kaum Zuwendungen gegeben, für das aktuelle Projekt in Ottersberg bekommt die Gemeinde hingegen fast alle Ausgaben erstattet.

Nur lediglich etwas mehr als 100 000 Euro von der insgesamt kalkulierten rund einer Million Euro muss selbst aufgebracht werden. Unter dem Stichwort „Soziale Integration“ gibt es eine Bundesförderung in Höhe von 690 000 Euro. „Außerdem haben wir noch eine Förderung für die Krippenplätze in Höhe von 180 000 Euro sowie für einen Teilbereich der Außenanlagen einen Betrag von 66 666,60 Euro im Rahmen des Handlungskonzeptes 2030, Gesundregion Wümme-Wieste-Niederung Programm Kleinere Städte und Gemeinden“, teilte Szczesny mit.

Durch die Fördermittel hatte sich der Baubeginn, der Anfang März erfolgt war, jedoch erheblich verzögert. „Eigentlich sollte dieser Kindergarten deutlich vor den beiden jetzt bereits fertiggestellten Erweiterungen der Kitas Posthausen und Quelkhorn in Betrieb genommen werden“, erklärte Szczesny. Doch die Zusage für die Bundesmittel hatte sich immer weiter verzögert. Um allen Kindern einen Platz bieten zu können, war in der Wümme-Halle ein Raum eingerichtet worden, wo die „kleinen Otter“ vorübergehend einziehen konnten.

Mit der Maßnahme an der evangelischen Kita in Ottersberg sind im Flecken die Erweiterungspläne im Betreuungssektor dann aber auch fast am Ende. Lediglich in der Otterstedter Kita soll noch eine weitere Gruppe angesiedelt werden, wenn die Feuerwehr aus dem Gebäudekomplex ausgezogen ist. „In der dann alten Fahrzeughalle wird noch eine weitere Krippengruppe entstehen“, erklärt Szczesny.

Bis mit dem Umbau begonnen werden kann, werde es jedoch noch etwas dauern. Geplant ist, dass der erst nötige Umzug der Brandschützer im kommenden Sommer stattfinden soll. Im Laufe des nächsten Sommers soll dann auch die Einweihung der neuen Räumlichkeiten an der Ottersberger Kita gefeiert worden sein. Bleibt die Verwaltung ihrem Prinzip treu, wird die Wahl dafür bestimmt wieder auf einen Freitagnachmittag fallen.


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Leserkommentare
Mangaguide.de am 22.10.2019 07:30
Ein Punkt in Flensburg fuer den Halter war ja geplant, wurde aber leider wieder verworfen.

Alternativ koennte man ja auch Feuerwehr, ...
heinmueckausbremerhaven am 21.10.2019 20:47
Es gibt nur eine Chance wieviel Artikel beschrieben. Und jetzt schwindet mit dem Artikel von Stefan Rahmstorf das Argument, dass die BRD nur für ...