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Doyma wächst wieder

Marius Merle 16.04.2018 0 Kommentare

Rohre mit einem Durchmesser zwischen 3,4 Millimetern und drei Metern hat das Unternehmen Doyma bereits hergestellt. Geschäftsführer ist seit 2000 René Hartwig.
Rohre mit einem Durchmesser zwischen 3,4 Millimetern und drei Metern hat das Unternehmen Doyma bereits hergestellt. Geschäftsführer ist seit 2000 René Hartwig. (fotos: Björn Hake)

Oyten. Es hat mittlerweile schon fast Tradition, dass sich die Oytener Firma Doyma, die Dichtungs- und Brandschutzsysteme herstellt, alle paar Jahre erweitert. 2007 und 2013 wurden zuletzt neue Fertigungshallen auf der Fläche im Gewerbepark Oyten-Süd gebaut. Nun rollen bald schon wieder die Bagger an, um die dann fünfte Halle auf den Weg zu bringen, wodurch die Produktionsfläche von 8000 auf 12 000 Quadratmeter erhöht wird. Doch das ist nicht das einzige Bauprojekt von Doyma. Ein großer Parkplatz ist im östlichen Bereich des neuen Gewerbe- und Wohngebietes "Rosengarten" geplant und in direkter Nachbarschaft zu den Hallen soll ein beeindruckendes Bürogebäude entstehen. Investitionsvolumen insgesamt: rund elf Millionen Euro.

Eine Menge Geld also, das das Unternehmen, welches 1960 in Bremen gegründet und seit 1980 in Oyten ansässig ist, in die Hand nimmt. "Das Geschäft hat sich sehr positiv entwickelt. Wir haben gute Produkte und es herrscht gute Baukonjunktur", erklärt Geschäftsführer René Hartwig, wieso eine Erweiterung der Fertigungsfläche Sinn macht. Das Großprojekt Bürogebäude sei es indes wichtig, um die Arbeitsplatzqualität zu steigern. "Momentan ist quasi jede Besenkammer ein Büro", erzählt Hartwig. Im neuen vierstöckigen und 15 Meter hohen Gebäude mit riesen Glasfassaden und einer überdachten Brücke zum Hallenkomplex soll das anders werden. Neben geräumigen modernen Büroräumen möchte Doyma für eine hohe Aufenthaltsqualität sorgen. "Über 300 Quadratmeter Kantine mit Restaurantcharakter, ein Lounge-Bereich, Ruheräume, Mutter-Kind-Zimmer", zählt Hartwig nur einige der angedachten Neuerungen auf.

Diese Investition habe einen wichtigen Grund. "Das größte Problem ist es nämlich, Mitarbeiter zu bekommen", weiß Hartwig zu berichten. Und damit dies zukünftig weiter gelingt und die aktuellen Angestellten Doyma die Treue halten, müsse man ihnen heutzutage schon etwas bieten. Aktuell beschäftigt das Unternehmen 185 Mitarbeiter, für einige weitere Stellen werden durch die Baumaßnahmen Kapazitäten geschafft.

Doyma bezeichnet sich als Marktführer für Dichtungssysteme in Deutschland. Der Auftrag sei es, "Gebäudedurchdringungen mit Rohren und Kabeln gegen Wasser, Feuer und Rauchgas abzudichten oder abzuschotten". Qualität stehe dabei an oberster Stelle. "Im Wesentlichen finden unsere Produkte im deutschsprachigen Raum Verwendung, weil hier auf einen hohen Baustandard Wert gelegt wird", erklärt der Geschäftsführer. Inzwischen bietet Doyma eine Vielzahl unterschiedlicher Produkte an. "Und wir versuchen immer wieder, weitere zu entwickeln", sagt Hartwig. So betreibe man in Oyten auch eine eigene Produktentwicklungsabteilung.

"Es ist sicherlich ein Nischenmarkt, in dem wir unterwegs sind. Aber einer, der immer größer geworden ist", betont Hartwig. Schließlich werde bei Neubauten viel Wert auf hohe Qualität bei Dichtungs- und Brandschutzsystemen gelegt, egal ob in Industriegebäuden oder Mehrfamilienhäusern. Und so geht man bei Doyma auch weiter von einem Wachstum aus. Eine erneute erhebliche Vergrößerung in einigen Jahren wäre am Standort Oyten aber nun nicht mehr möglich. Platz ist laut des Geschäftsführers lediglich noch für ein weiteres Hochregallager.

Aber ohnehin hoffe man bei dem Unternehmen, mit den neuesten Vorhaben für die Zukunft ausreichend gerüstet zu sein. Schließlich sei so etwas auch sehr arbeitsintensiv. "Ein Jahr hat die Planung gedauert – alles neben dem normalen Tagesgeschäft", sagt Hartwig. Aktuell gehe es um die letzten Details. Mit der Herrichtung des neuen Parkplatzes soll im Juni als erstes begonnen werden. Die Gesamtarbeiten werden sich bis ins neue Jahr ziehen. Die Halle soll im Januar 2019 fertig sein, der Einzug der Mitarbeiter in das neue Bürogebäude dann im April erfolgen.


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Leserkommentare
erschreckerbaer am 22.10.2019 21:34
Ist doch in Ordnung.
Bis jetzt habe ich 48 Jahre in die Rentenkasse eingezahlt.
Habe dafür Steuern bezahlt.
Würde ich mit 67 in ...
flutlicht am 22.10.2019 20:43
Lieber @Wk, wann hat Höffner denn nun die Fläche erworben? Mal schreiben Sie von 14 Jahren im Text und in der Einleitung von 11 Jahren. Was stimmt?