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Achimer Bäder
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Elf Wochen, die es zu überbrücken gilt

Kai Purschke 05.11.2018 0 Kommentare

Trübe Aussichten für Vereine und andere Nutzergruppen: Das Hallenbad soll künftig während der Freibadsaison weniger Stunden als bisher für sie geöffnet haben. Damit möchte die Stadtverwaltung die Personalressourcen besser einteilen können.
Trübe Aussichten für Vereine und andere Nutzergruppen: Das Hallenbad soll künftig während der Freibadsaison weniger Stunden als bisher für sie geöffnet haben. Damit möchte die Stadtverwaltung die Personalressourcen besser einteilen können. (Björn Hake)

Um die Zukunft der Achimer Bäder zu sichern, sollen sie wirtschaftlicher aufgestellt werden. Wie berichtet, bedeutet dies: personalschonende (Parallel-)Öffnungszeiten von Frei- und Hallenbad, höhere Eintrittspreise und teurere Wasserflächen für Vereine. Gelten sollen die Änderungen ab dem Frühjahr 2019 und nach zwei Jahren will die Stadtverwaltung einen ersten Erfahrungsbericht darüber abgeben, wie die Anpassungen des Bäderbetriebs funktioniert haben. Wirtschaftlichere Bäder auf der einen Seite bedeuten Veränderungen und Einschnitte für die Badbesucher, aber insbesondere auch für die Vereine und die Rettungsorganisationen, die ihre Kritik sowohl in einer Bürgerversammlung als auch schriftlich an die Verwaltung herangetragen hatten.

Sie hatten grundsätzlich eine fehlende Würdigung ihres ehrenamtlichen Engagements sowie die Gefährdung von Vereinsexistenzen beklagt. Dazu erklärt die Verwaltung: „Die Bäder in Achim werden als Betrieb gewerblicher Art geführt. Ein solcher Betrieb hat keinerlei Legitimation, eine besondere Leistung oder Unterstützung für das Ehrenamt oder Vereine zu bieten.“ Zwar sei ausdrücklich eine Wertschätzung für die Vereine und die Zusammenarbeit, die fortgesetzt werden soll, vorhanden, aber mehr als die nun angebotenen Belegblöcke und die damit verbundene Wasserflächenvermietung sei nicht möglich.

Jahrzehntelang keine Änderungen

Die Gründe dafür, dass sie die Kritik der Nutzer abbekommen hat, ordnet die Verwaltung folgendermaßen ein: „Zum einen, weil sie um ihre Existenz fürchten und sicher auch, weil sie jahrzehntelang keine Änderungen gewöhnt waren. Im Gegenteil, in der Vergangenheit wurde mit einem hohen Engagement der Bäderfachangestellten versucht, alle Wünsche und Zusatzbedürfnisse zu erfüllen, allerdings ohne dabei die betrieblichen Belange und negativen Auswirkungen der Personalaus- und -überlastung zu beachten.“ Der nun vorgesehen eingeschränkte Parallelbetrieb hilft laut Verwaltung der Personalsituation, bringe aber Einschränkungen für die betroffenen Nutzergruppen mit sich. Nach Abzug der sechs Wochen Sommerferien, in denen im Hallenbad die jährlichen Revisionsarbeiten erfolgen, „sprechen wir von elf Wochen, die von den betroffenen Vereinen und Gewerbetreibenden zu überbrücken sind“. Es sei kaum möglich, „jede Vereinsnachfrage zu bedienen“. 

Auch war von der Öffentlichkeit kritisiert worden, dass vor der Erstellung der Konzeptvarianten nicht die Badnutzer nach ihren Bedarfen gefragt worden sind. So haben mehrere Achimer moniert, dass sie ihre Wünsche – etwa zu den Öffnungszeiten  – gerne berücksichtigt gesehen hätten. Dazu merkt die Verwaltung an, dass in ihren Augen allein der Ist-Zustand ja den aktuellen Bedarf im Hallenbad abbilden würde. „Kenntnisse über die Bedarfe liegen bei der Stadt Achim als Badbetreiber auch ohne Analyse vor“, heißt es dazu.

Verbesserungsvorschläge werden geprüft

Letztlich gibt es auch Verbesserungsvorschläge der Nutzer, die noch geprüft würden. Gewerbliche Nutzer hätten vorgeschlagen, pro Kursus neben der Miete noch je Teilnehmer einen zusätzlichen Euro zu entrichten. Und das Frühschwimmen könnte in die Hand eines Vereins, der auch die Aufsicht übernimmt, gelegt werden, dessen Mitglieder über ihre Beiträge das Frühschwimmen bezahlen. Dadurch ergibt sich eine personelle Entlastung auf Seiten der Bäderfachangestellten und die so frei werdenden Kapazitäten können für die Erweiterung der öffentlichen Schwimmzeiten genutzt werden.

Rund 20 Bürger und Vereine hatten sich mit schriftlichen Stellungnahmen an die Stadt Achim gewandt, sogar Unterschriftenlisten wurden eingereicht.

Das Bäderbetriebskonzept ist Thema in der öffentlichen Sitzung des Ausschusses für Sport und Kultur, der am Dienstag, 13. November, ab 17 Uhr im Rathaus tagt.

Zur Sache

Die neuen Öffnungszeiten und Preise der Achimer Bäder

Wenn das neue Freibad im Mai 2019 seinen Betrieb aufnimmt, gelten bereits die neuen Eintrittspreise. Auch findet der öffentliche Badebetrieb zunächst ausschließlich dort statt. Das Hallenbad bleibt wie bisher während der Freibadsaison für die Öffentlichkeit geschlossen, für die Nutzergruppen wie Vereine werden Hallenbadzeiten während der Freibadsaison nur noch montags bis freitags von 8 bis 15 Uhr gewährleistet – wie bisher mit Ausnahme der Sommerferien. Das Hallenbad ist ab Anfang September, wenn die Freibadsaison beendet ist, für alle Nutzer zugänglich – dann zählen auch dort die neuen Eintrittspreise. Für Vereine und Gruppen beginnt die erste Preisstufe für die Wasserflächenmiete dann ebenfalls, die zweite Stufe ab Herbst 2021.

Das Freibad wird an zwei Tagen die Woche jeweils von 6 bis 7.30 Uhr Frühschwimmen anbieten, ansonsten wird es in der Saison täglich (auch für Vereine und Co.) von 11 bis 20 Uhr geöffnet sein. Auch das Hallenbad bietet, nach Ende der Freibadsaison, Frühschwimmen zwischen 6 und 7.30 Uhr an zwei Wochentagen. Außerdem ist es dann zu folgenden Zeiten für Besucher geöffnet: montags bis freitags von 15 bis 20 Uhr, sonnabends von 15 bis 18 Uhr sowie sonntags von 9 bis 13 Uhr. Die Belegzeiten für Vereine im Hallenbad nach dem Ende der Freibadsaison: montags bis freitags von 8 bis 22 Uhr, sonnabends von 15 bis 18 Uhr und sonntags von 9 bis 13 Uhr.

Erwachsene zahlen dann für das Einzelticket vier Euro, Kinder und andere Ermäßigte zwei Euro. Bei Zehnerkarten gibt es eine zehnprozentige Ermäßigung, bei 50er-Karten 15 Prozent Ersparnis, bei 100er-Karten 20 Prozent. Jahreskarten und Saisonkarten gibt es nicht. 


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